Römer Komplett | Der Brief, der die Geschichte der Christenheit für Immer Verwandelte
Gestalten der Bibel
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Römer Komplett | Der Brief, der die Geschichte der Christenheit für Immer Verwandelte
Das Video durchwandert den kompletten Römerbrief. Im ersten Kapitel stellt sich Paulus als Knecht Jesu Christi vor, berufen zum Apostel; das Evangelium ist Gottes alte Verheißung, durch die Propheten angekündigt und in Jesus erfüllt, der nach dem Fleisch von David stammt und durch die Auferstehung als Sohn Gottes offenbart wurde. Paulus schämt sich des Evangeliums nicht, denn in ihm offenbart sich die Gerechtigkeit Gottes: Der Gerechte wird aus Glauben leben. Danach durchmisst der Brief die Finsternis, die Heil nötig macht: Heiden, die das Zeugnis der Schöpfung unterdrückten, selbstgerechte Richter und Juden mit dem Gesetz stehen gleichermaßen unter Schuld; am Ende von Kapitel 3 ist jeder Mund gestopft und die ganze Welt vor Gott verantwortlich. Das „Nun aber“ bringt die Wende: Gerechtigkeit wird geschenkt durch die Erlösung in Christus, Gott bleibt gerecht und rechtfertigt den Glaubenden. Abraham glaubte und wurde vor seiner Beschneidung der Gerechtigkeit zugeschrieben; David bezeugt dieselbe Vergebung. Kapitel 5 preist Frieden mit Gott, Hoffnung im Leiden und den Vergleich zwischen Adam und Christus: Wo durch Adam Sünde und Tod herrschten, herrscht nun Gnade. Kapitel 6 wehrt das Missverständnis ab: Wer mit Christus gestorben ist, kann nicht weiter in der Sünde leben. Kapitel 7 zeigt das Gesetz als heilig, aber machtlos gegen die Sünde im Herzen; Kapitel 8 steigt auf mit keiner Verdammnis, Leben im Geist, Kindschaft mit dem Ruf „Abba, Vater“ und der Sicherheit, dass nichts uns von der Liebe Gottes trennen kann. Kapitel 9 bis 11 beantworten die Frage nach Israel mit dem Bild vom Ölbaum, einem Rest aus Gnade und Gottes unwiderruflichem Ruf, der in eine Doxologie mündet. Danach wird es praktisch: lebendiges Opfer, Erneuerung des Verstandes, aufrichtige Liebe, Überwindung des Bösen mit Gut, Unterordnung unter die Behörden im Rom der Kaiserzeit, Nächstenliebe als Erfüllung des Gesetzes sowie Frieden zwischen Starken und Schwachen bei Speise und Kalender. Zum Schluss blickt Paulus nach Jerusalem mit der Kollekte, plant den Weg über Rom nach Spanien und grüßt Phöbe, Prisca und Aquila, Tertius und viele weitere Glaubende. Das Video endet mit dem Bekenntnis: Das Evangelium ist Gottes Kraft zum Heil für jeden, der an Jesus Christus glaubt. Der Römerbrief entstand um 56 oder 57 n. Chr., vermutlich in Korinth, während Paulus' dritter Missionsreise. Bemerkenswert ist, dass Paulus die Gemeinde in Rom zu diesem Zeitpunkt noch nie personally besucht hatte; der Brief war also ein Annähern an eine Kirche, die er nur vom Hörensagen kannte. Trotzdem wurde er zum einflussreichsten Text der christlichen Theologie: Themen wie Rechtfertigung, Gnade und Erlösung, die hier entfaltet werden, prägten das christliche Denken bis heute, wie es etwa die Übersicht auf jesusimpuls.de (jesusimpuls.de/bibel-nt/roemer/) beschreibt. Besonders in der Reformationsgeschichte spielte der Brief eine Schlüsselrolle. Martin Luther nannte ihn den wichtigsten Teil des Neuen Testaments und übersetzte ihn früh ins Deutsche; seine Lektüre von Römer 1,17 führte zu seiner Einsicht, dass der Gerechte aus Glauben lebt. Auch Augustin kam durch Römer 13 zum Glaubensdurchbruch, als er die Aufforderung hörte, die Werke der Finsternis abzulegen. Der Brief gliedert sich in einen dogmatischen Teil (Kapitel 1 bis 11), der die Schuld aller Menschen und die Gerechtigkeit aus Glauben behandelt, und einen praktischen Teil (Kapitel 12 bis 16) mit Lebensregeln für die Gemeinde. Auffällig ist das lange Schlussgrüßregister mit Namen wie Phöbe und Prisca, das zeigt, wie vernetzt die frühen christlichen Gemeinden schon waren, wie bibelstudium.de (www.bibelstudium.de/articles/3193/ueberblick-roemerbrief.html) in seinem Überblick darlegt.