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Hellgeth Unimog Tenerex 🔥 Das ultimative Expeditionsmobil für die Weltreise

GERMAN TELEVISION

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Hellgeth Unimog Tenerex 🔥 Das ultimative Expeditionsmobil für die Weltreise

17 858 просмотров · 2 месяца назад
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Ein Expeditionsmobil auf Unimog-Basis gilt in der Welt der Fernreisen als das ultimative Werkzeug für anspruchsvolles Gelände. Wenn jedoch die Expertise der Firma Hellgeth ins Spiel kommt, verschieben sich die Grenzen des technisch Machbaren noch einmal deutlich. In der Branche wird das Unternehmen oft als das „AMG für Unimogs“ bezeichnet, was den Kern der Sache präzise trifft, da hier tiefgreifende mechanische Eingriffe vorgenommen werden, die weit über rein optische Modifikationen hinausgehen. Jörg Baruter, Vertriebsexperte bei Hellgeth, verdeutlicht, dass es bei ihren Fahrzeugen um eine Symbiose aus extremer Geländegängigkeit und notwendigem Wohnkomfort geht. Die Herausforderung besteht darin, die legendäre Basis des Unimog so zu veredeln, dass sie den Belastungen einer Langzeit-Expedition standhält, ohne die physikalischen Vorteile des Basisfahrzeugs zu beeinträchtigen. Die technische Transformation beginnt bereits beim Herzstück des Fahrzeugs. Während Mercedes-Benz den Unimog ab Werk in bestimmten Konfigurationen ausschließlich als Vierzylinder ausliefert, hat der Hersteller den Einbau des großen 7,7-Liter-Sechszylindermotors quasi an Hellgeth ausgelagert. Dieser tiefgreifende Eingriff in die Antriebsperipherie erfordert nicht nur das Versetzen des Getriebes, sondern auch die Umrüstung auf einen permanenten Allradantrieb. Um den Bauraum für Langstrecken-Expeditionen zu optimieren, greift das Team massiv in die Rahmenstruktur ein. Die originalen Drucklufttanks der Bremsanlage werden in das Innere des Rahmens verlegt, und auch der schwere Batteriekasten findet einen neuen Platz unterhalb des Einstiegs. Diese Maßnahmen schaffen den nötigen Raum für eine massive Tankanlage mit 360 Litern Volumen und ermöglichen Staukästen mit einer Einschubtiefe von 60 Zentimetern, was bei einem Serienfahrzeug aufgrund der verbauten Komponenten unmöglich wäre. Die Konstruktionsphilosophie der Wohnkabine setzt diesen kompromisslosen Qualitätsanspruch fort. In enger Zusammenarbeit mit der Firma Knoblauch, bekannt durch die Marke MO X, entsteht eine Struktur aus 55 Millimeter starken GFK-Sandwichwänden. Als Isolierung dient ein spezieller, rüttelfester und nicht-hygroskopischer Hartschaum, der keine Feuchtigkeit aufnimmt und somit Schimmelbildung effektiv verhindert. Ein entscheidendes Merkmal der technischen Expertise ist die Verbindungstechnik: Die Möbel werden primär mit der Kabinenstruktur verklebt statt verschraubt. Da Klebeverbindungen die Kräfte großflächig verteilen, bleibt die Einrichtung selbst auf extremen afrikanischen Waschbrettpisten absolut stabil, da keine punktuellen Spannungsspitzen entstehen. Trotz dieser Robustheit wurde die Gesamthöhe auf 3,46 Meter begrenzt, um unter dem kritischen Durchfahrtsmaß für Rettungsfahrzeuge von 3,50 Metern zu bleiben, während im Inneren eine komfortable Stehhöhe von 1,98 Metern realisiert wurde. Das Interieur ist auf maximale Funktionalität und technische Autarkie ausgelegt. Das Herzstück des Wohnbereichs bildet ein ausziehbares Bett mit den Maßen 2,10 Meter mal 1,40 Meter, das so konstruiert ist, dass die Küche auch im ausgezogenen Zustand voll nutzbar bleibt. Die Energieversorgung basiert auf einem 24-Volt-System mit 400 Amperestunden Lithium-Kapazität, erweiterbar auf 600 Amperestunden. Besonders bemerkenswert ist die Energiephilosophie: Die Lichtmaschine des Fahrzeugs liefert stolze 150 Ampere, was die auf dem Dach installierten, begehbaren 600 Wp Yacht-Solarpaneele fast redundant macht, sofern das Fahrzeug regelmäßig bewegt wird. Hellgeth akzeptiert hier bewusst eine Reduktion des solaren Wirkungsgrads um etwa 10 Prozent, um dem Kunden die Nutzung des Dachs als Terrasse für den Sonnenuntergang zu ermöglichen. Ein 220-Liter-Frischwassertank und ein intelligentes Bad-Konzept, das als Durchgang zum Fahrerhaus dient, runden das Konzept ab. Der Durchstieg ist mit 600 mal 900 Millimetern exakt so dimensioniert, dass die strukturelle Stabilität des Fahrerhauses nicht gefährdet wird. Bezüglich der Geländegängigkeit verfolgt Hellgeth eine strikte Linie bei der Gewichtsverteilung. Schwere Hecklasten wie Motorradträger werden konsequent abgelehnt, da der verwindungsfähige Rahmen des Unimog solche Belastungen weit hinter der Hinterachse nicht ohne Einbußen bei der Fahrstabilität und Verschränkung verträgt. Das einsatzbereite Fahrzeug wiegt ca. 7,8 Tonnen. Für Inhaber des alten Klasse-3-Führerscheins bietet Hellgeth eine echte 7,5-Tonnen-Variante an, die dank des Verzichts auf das schwere Untersetzungsgetriebe rund 90 Kilogramm einspart und dennoch 500 Kilogramm echte Zuladung bietet. Die Praxis zeigt, dass das Fahrzeug aufgrund des geringen Gewichts und der modernen Getriebeabstufung selbst in schwierigem Gelände oft ohne Untersetzung auskommt. Exklusive Details wie Adchensen-Felgen und gewichtsoptimierte Alu-Stoßstangen unterstreichen dabei den High-End-Anspruch.