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Bergtour über den Fless- und Vereinapass (Engadin)

Patrick Roos - derBergler

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Bergtour über den Fless- und Vereinapass (Engadin)

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Patrick Roos - derBergler
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Die Bergtour von der Postautohaltestelle Röven bei Susch ist eine eindrucksvolle Rundwanderung durch die wilde Berglandschaft des Unterengadins. Sie führt über zwei alpine Pässe – den Flesspass und den Vereinapass – und folgt dem abgelegenen Tal der Aua da Sagliains zurück nach Susch. Die Route bietet eine faszinierende Mischung aus alpiner Einsamkeit, geologischen Besonderheiten und spektakulären Ausblicken. Der Einstieg erfolgt bei der Haltestelle Röven auf etwa 1830 m Höhe. Von hier aus steigt man ins Val Fless auf, ein abgeschiedenes Hochtal, das sich durch seine karge Schönheit und die klare Bergluft auszeichnet. Der Weg folgt dem Bachlauf der Aua da Fless, vorbei an der Alp Fless Dadaint (ca. 2119 m), wo sich die Landschaft öffnet und erste Ausblicke auf die umliegenden Gipfel möglich werden. Im oberen Teil des Tals beginnt der steile Anstieg zum Flesspass (ca. 2453 m). Hier wird die Vegetation spärlicher, und die Szenerie wird zunehmend alpiner. Der Pass selbst bietet einen weiten Blick zurück ins Val Fless und voraus auf die schroffe Bergwelt rund um den Piz Fless. Nach dem Pass quert der Weg die Nordwestflanke des Piz Fless und führt durch felsiges Gelände weiter zum Vereinapass (ca. 2604 m), dem höchsten Punkt der Tour. Hier öffnet sich der Blick auf den majestätischen Piz Linard (3410 m), den höchsten Gipfel der Silvrettagruppe. Die Szenerie ist dramatisch: schroffe Felswände, Gletscherreste und alpine Seen prägen das Bild. Vom Vereinapass beginnt der Abstieg ins abgelegene Val Sagliains, wo der Weg dem Bachlauf der Aua da Sagliains folgt. Dieses Tal ist geprägt von alpiner Ruhe und einer fast mystischen Atmosphäre. Die Vegetation wird wieder üppiger, und man passiert die ersten Lärchen und Arven, bevor man bei Fop Tiamarsch den Bach verlässt und über Sur Sasslatsch den letzten Abschnitt nach Susch in Angriff nimmt. Der Abstieg durch den Wald führt schließlich zum Bahnhof Susch, wo die Tour endet. Insgesamt ist diese Wanderung eine anspruchsvolle, aber lohnende Unternehmung für geübte Berggänger, die die Einsamkeit und Ursprünglichkeit der Engadiner Bergwelt suchen.