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Unter dem Mond der Wölfin

LEIF

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Unter dem Mond der Wölfin

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LEIF
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Lyrics: Im ersten Licht des Mondes bewegt sich der Hauch der Alten. Wer ihren Ruf trägt, wird nie wieder ganz Menschlich sein. --- Der Wind schmeckt nach ferner Jagd, nach Blut und alten Pfaden. Ich folge Spuren in der Nacht, die nur die Wölfe ahnen. Ein Schrei ertönt im Silberhain, die Schatten werden weiter. Mein Herz schlägt wild, mein Geist erwacht – ich werde zu einem Geist. --- Die Wölfin ruft im Nebelschnee, ihr Klang zerreißt das Schweigen. Ich fühl das kratzen meiner Angst, doch kann ich jetzt nicht weichen. Die Erde bebt im alten Takt, ein Funke steigt ins Herz. Ich weiß, dies ist der Weg der Ahnen – voll Schönheit und voll Schmerz. --- Ein Kreis aus Feuer, heiß und roh, liegt tief im Wald verborgen. Dort tanzen Schatten um die Glut, als wär’s die Nacht der Wende. Ich trete ein in ihren Kreis, der Atem stockt mir vor Macht. Die Wölfin erscheint in meinem Blick – ein Tier aus Traum und Nacht. --- Sie sieht mich an mit goldenem Licht im Blick, Sie durchdringt mein altes Leben. Ein Schmerz, ein Riss, ein neuer Blick – mein Puls beginnt zu beben. Ich knie, doch nicht in Furcht vor ihr, sondern vor meinem eigen Sein. Denn wer ihr folgt im Silberlicht, wird ewig ein Jäger sein. --- Sie legt ihr Haupt an meine Brust, und heilige Funken sprühen. Mein Atem wird zu ihrem eigen Hauch, zwei Seelen, die verglühen. Im Kreis der Wölfe, wild und frei, zerreißt es die alte Haut. Ich bin der Ruf der Wölfin selbst – Geboren aus ihrem Mondeslaut. --- Hör den Ruf, der im Wind erklingt, Hör die Stimme, die dich zwingt und vorwärts treibt. --- Unter dem Mond der Wölfin steh’ ich, es gibt kein Weg zurück, kein Blick zurück. Ihr Ruf durchdringt das alte Herz, zerreißt die Furcht, verwandelt den Schmerz. Ich lauf mit ihr durch die Nacht, zwei Schatten, vereint in der Ewigkeit. Der Mond, er brennt im Silberfeuer – die Wölfin schuf mein Herz neu. --- Im Kreis der Ahnen, tief und klar, ruft mich die Wölfin, so alt und klar. Die Erde pocht, die Schatten flieh’n, ich spür die Ahnen neben mir zieh’n. Kraft der Tiere, Kraft der Zeit, gebt mir Pfoten, stark und breit! Im Silberlicht wird Blut zu'm Klang— die Wölfin ruft mich nun lebenslang! --- Unter dem Mond der Wölfin ruf ich, die Nacht erwacht, sie kennt nur mich. Mein Herz entflammt im alten Bund, Ich jag mit ihr durch den Sturm der Zeit, vereint im Kreis der Wildheit. Der Mond erschafft aus mir ein Tier— und ewig steh’ ich jetzt bei ihr. --- Wer ihren Weg betritt, kehrt selten menschlich heim. Doch findet er die Freiheit, die kein König je besitzt.