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WEN VON ZHOU | DARF MAN EINEN TYRANNEN STÜRZEN | 012 / 500

Philosophisches Archiv

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WEN VON ZHOU | DARF MAN EINEN TYRANNEN STÜRZEN | 012 / 500

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#WenWang #Philosophie #China Was gibt einem Herrscher das Recht zu herrschen? Wer war König Wen von Zhou? Die Gefangenschaft in Youli Der Auftrag des Himmels Macht ist kein ewiger Besitz Menzius und das Recht auf Widerstand Das Buch der Wandlungen (Yijing) Yin und Yang Konfuzius, Menzius, Han Feizi, Zarathustra Ein Gefangener saß in der Zelle eines Tyrannen. Ohne Macht. Ohne Waffe. Und doch entstand in dieser Zelle ein Gedanke, der ganze Dynastien stürzen sollte: Wer das Volk quält, verliert den Auftrag des Himmels. König Wen von Zhou lehrte, dass Macht kein ewiger Besitz ist, sondern ein Vertrauen auf Widerruf – missbraucht ein Herrscher sie, entzieht ihm der Himmel den Auftrag. Sein Sohn, König Wu, stürzte die Shang-Dynastie. Jahrhunderte später widersprach Han Feizi: Nur Gesetze und Strafen halten einen Staat zusammen. Konfuzius verehrte Wen als Vorbild, Menzius folgerte: Ein Tyrann ist kein wahrer König, ihn zu stürzen kein Königsmord. Mit Wen wird auch das Buch der Wandlungen (Yijing) verbunden: Vierundsechzig Hexagramme deuten den Wandel; Yin und Yang sind keine Feinde, sondern Partner. Zarathustra sah die Welt als Schlachtfeld – das chinesische Weltbild sieht den Ausgleich. Philosophisches Archiv — abonniere den Kanal und begleite diese Reise durch die Geschichte der Philosophie. Quellen: Das Buch der Wandlungen (Yijing) Konfuzius, Gespräche Menzius Han Feizi Sima Qian, Shiji