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Die letzten Tage des Hauses Burgund — Neun Entscheidungen aus fünf Generationen

Falkenstein Chronik

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Die letzten Tage des Hauses Burgund — Neun Entscheidungen aus fünf Generationen

1 340 просмотров · 20 ч назад
Falkenstein Chronik
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Im März 1482 diktierte Maria von Burgund in Brügge ihren letzten Willen. Erben wurden ein dreijähriger Sohn und eine zweijährige Tochter, Vormund ihr Gemahl aus dem Haus Habsburg. Am 27. März starb die Herzogin mit 25 Jahren, und mit ihr endete die Hauptlinie des Hauses Valois-Burgund. Auf seiner Höhe hatte dieses Haus über mehr als ein Dutzend Fürstentümer zwischen Saône und Nordsee geboten, vom Mâconnais und Dijon bis nach Flandern, Brabant und Holland. Am Ende hielt der König von Frankreich das Herzogtum, das dem Haus den Namen gab. Den Kindern blieben die Niederlande und Städte, die über ihren Vormund mitbestimmen wollten. Der Film verfolgt neun Entscheidungen aus fünf Generationen: Philipp der Kühne (Philipp II.), Johann Ohnefurcht (Johann I.), Philipp der Gute (Philipp III.), Karl der Kühne (Karl I.) und Maria von Burgund. Es geht um eine Heirat, die reiche und widerspenstige Städte ins Haus brachte, um Bluttaten und Eide, die das Verhältnis zur französischen Krone bestimmten, und um Verträge, deren Folgen erst Jahrzehnte später sichtbar wurden. Auf der Gegenseite stehen Karl VI., Karl VII. und Ludwig XI. von Frankreich sowie Heinrich V. von England. Viele Fäden führen in den deutschsprachigen Raum: zu den Wittelsbachern aus Bayern-Straubing und zu Isabeau von Bayern, zu Sigmund von Tirol und dem Pfand im Oberelsass, zu Peter von Hagenbach und Breisach, zu Kaiser Friedrich III. in Trier, zur Belagerung von Neuss, zu den Eidgenossen und schließlich zu Maximilian I. und seinem Grabmal in der Innsbrucker Hofkirche. Warum lässt sich dieses Ende nicht einem einzigen Herzog oder einem einzigen Fehler zuschreiben? Jede der Entscheidungen hatte zu ihrer Zeit gute Gründe, und manche brachte dem Haus zunächst Land, Ehre oder Sicherheit. Der Film fragt, wie sich Lasten über Generationen ansammelten und an welcher Weggabelung das Ende unausweichlich wurde. Dabei stellt er die ältere Deutung, die alles auf den Charakter eines Fürsten zurückführt, neben die Sicht der neueren Forschung. Die Falkenstein Chronik beginnt diese Geschichte am Sterbebett in Brügge und geht von dort Schritt für Schritt zurück bis zum Altar in Gent. Recherche, Text und Stimme stammen vom Kanal selbst. Wer das Video oder Teile davon übernehmen, neu hochladen oder in eigene Beiträge einbauen möchte, braucht dafür unsere Erlaubnis. Ohne Zustimmung veröffentlichte Kopien werden gemeldet. #ValoisBurgund #KarlDerKühne #Spätmittelalter #Dynastie #Untergang