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Autobahnprojekt A7: Ausbau Härtsfeld von 1983 bis 1987

Bernd Doerband

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Autobahnprojekt A7: Ausbau Härtsfeld von 1983 bis 1987

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Bernd Doerband
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Konrad Baur erlebte als Bewohner von Aalen-Affalterwang den Bau des A7-Streckenabschnitts auf dem Härtsfeld „hautnah“ und filmte die Bauarbeiten zwischen 1983 und 1987 auf Super 8. Die mit Kommentar (Sprecher: Franz Rieger) und Musik unterlegten Filmdokumente sind hier in digitaler, aber originaler Form wiedergegeben. Der A7-Härtsfeld-Streckenabschnitt verläuft über Agnesburgtunnel → Albaufstieg → Waldhausen → Ebnat/Elchingen → Rotensohl → Nattheim → Lindletalbrücke → Heidenheim. Die Planfeststellung für das letzte große Teilstück zwischen Feuchtwangen und Heidenheim war 1983 abgeschlossen worden. Beim Agnesburgtunnel erfolgte der offizielle Stollenanschlag am 19. Dezember 1983. 1984/85 wurde die Landschaft zur Großbaustelle. Am Albaufstieg entstanden Agnesburgtunnel, Jagsttalbrücke und eine riesige Felsschneise, wo allein dort ungefähr 2,9 Millionen m³ Erde und Gestein bewegt und fast 600 Tonnen Sprengstoff eingesetzt wurden. Ein großer Teil des Materials wurde durch die bereits aufgefahrene Tunnelröhre nach Norden transportiert und zum Aufbau des Dammes zwischen Tunnel und Jagsttalbrücke verwendet. Weiter südlich auf der eigentlichen Härtsfeldhochfläche entstanden 1985 nördlich von Nattheim bei Rotensohl große Einschnitte in den Weißen Jura. Dabei wurden geologische Schichten freigelegt, die vorher nicht zugänglich waren. Hier legte der Autobahneinschnitt auf knapp 100 m Länge einen bis zu 6 m mächtigen Riffschuttkomplex des oberen Weißen Jura frei. Das lockte Fossiliensammler aus Aalen, Heidenheim und Günzburg auf die Baustelle. Ein markantes Bauwerk ist die Lindletalbrücke westlich von Nattheim. Sie besteht aus zwei parallelen Spannbeton-Hohlkastenüberbauten. Angegeben werden ungefähr: Länge: 303–304 m, Bauart: Spannbeton-Hohlkasten, Felder: 4, Höhe: etwa 46 m. Die Autobahn überspannt hier das Lindletal beziehungsweise den Bereich des Nattheimer Talgrabens. Die Lindletalbrücke gehört neben Jagsttalbrücke und Agnesburgtunnel zu den größeren Bauwerken dieses A7-Abschnitts. Am 18. Dezember 1987 wurde der rund 60 km lange Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim und Heidenheim eröffnet. Damit war eine der letzten großen Lücken der A7 geschlossen.