Der Mächtigste Magnet im All Misst Nur 20 Kilometer | Was Sind Magnetare?
Kosmischer Puls
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Der Mächtigste Magnet im All Misst Nur 20 Kilometer | Was Sind Magnetare?
In diesem Video verfolgen wir gemeinsam, wie aus dem Tod eines massereichen Sterns ein Magnetar entsteht: Nachdem sein Eisenkern kollabiert und eine Supernova die äußeren Schichten zerreißt, bleibt ein nur rund 20 Kilometer großer Neutronenstern. Wir sehen, wie Drehimpulserhaltung ihn rasend schnell rotieren lässt und ein Dynamo in den heißen ersten Sekunden sein Magnetfeld auf bis zu eine Billiarde Gauß verstärkt. So verstehen wir, warum diese Sternleichen die stärksten bekannten Magnetfelder besitzen und wie ihre Felder Atome, Materie und sogar das Verhalten von Licht verändern können. Anschließend verfolgen wir, wie die magnetische Spannung die extrem feste Kruste belastet. Risse und Sternbeben ordnen das Magnetfeld neu; bei der anschließenden Rekonnexion beschleunigt es Teilchen, die Röntgen- und Gammastrahlung aussenden. Im Zentrum steht der 27. Dezember 2004: Der Magnetar SGR 1806-20, rund 50.000 Lichtjahre entfernt, setzte in einem kurzen Ausbruch enorme Energie frei und störte messbar die Ionosphäre der Erde. Wir betrachten auch die verborgenen Schichten darunter – von „Nuklearpasta“ bis zu superflüssigen Neutronen – und was Forschende über ihren noch ungewissen inneren Aufbau ableiten. Zum Schluss ordnen wir Magnetare in die Vielfalt der Neutronensterne ein: wiederkehrende und vorübergehend aktive Röntgenquellen, mögliche Radioausbrüche und ihre Verbindung zu schnellen Radioblitzen. Wir fragen, warum in der Milchstraße nur wenige Magnetare bestätigt sind, wie sie altern und wodurch gewaltige Ausbrüche ausgelöst werden. Neue Röntgenteleskope, Gravitationswellendetektoren und Radiodurchmusterungen sollen helfen, diese offenen Fragen zu klären. Bis dahin bleibt das Bild eines sterbenden Sternrests, dessen gespeicherte Magnetenergie ihn über Jahrtausende aktiv und unberechenbar macht. Am 28. April 2020 registrierten CHIME und STARE2 den Radioblitz FRB 200428 aus Richtung des Magnetars SGR 1935+2154. Zur selben Zeit maßen mehrere Röntgenteleskope einen Ausbruch von diesem Stern. Laut der CHIME/FRB Collaboration setzte der Radioblitz etwa 3 × 10³⁴ Erg frei, rund tausendmal mehr Energie als jeder zuvor beobachtete Radioausbruch eines Magnetars. Die Messungen stützen die Annahme, dass Magnetare zumindest einen Teil der schnellen Radioblitze erzeugen. Warum manche FRBs viel energiereicher sind, bleibt offen.