Werner Teske, letzter Hingerichteter der DDR: Warum fand man sein Grab nie?
Deutsche Akten
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Am vierundzwanzigsten Juni neunzehnhunderteinundachtzig geht in einer Leipziger Haftanstalt eine kurze Mitteilung des Ministerrats der DDR ein: keine Begnadigung, das Urteil sei binnen zwei Tagen zu vollstrecken. Es betrifft Werner Teske, Hauptmann im Ministerium für Staatssicherheit, den letzten Menschen, der in der DDR hingerichtet wurde. Dieses Video folgt den Akten: von seinem Weg in die Hauptverwaltung Aufklärung unter Markus Wolf über die Flucht des Offiziers Werner Stiller, seine Festnahme und das Geständnis, die Anklageformel der vollendeten Spionage, das Strafmaß, das nach den Unterlagen schon im April feststand, den Prozess vor dem Obersten Gericht, die abgelehnte Gnadenbitte und die Vollstreckung bis zur Frage, wie der Staat danach die Spur verwischte, wer in Stendal als Sterbeort eingetragen wurde und wie das Landgericht Berlin den Fall neunzehnhundertdreiundneunzig und neunzehnhundertachtundneunzig bewertete. Welche Rolle Erich Mielke und Erich Honecker nach den Quellen spielten, was gesichert ist und was nur ein einzelner Autor überliefert, wird jeweils benannt.
Die Darstellung stützt sich auf Unterlagen aus der Stasi-Mediathek des Stasi-Unterlagen-Archivs im Bundesarchiv (Anklageschrift, Einlieferungsanzeige, Vernehmungsprotokoll), auf das Buch „Der Nahschuss“ von Gunter Lange (Ch. Links Verlag), auf Berichte und Beiträge von Legal Tribune Online, Volksstimme, Nordkurier, Leipziger Internetzeitung und sehepunkte sowie auf die Entscheidungen des Landgerichts Berlin von neunzehnhundertdreiundneunzig und neunzehnhundertachtundneunzig nach Darstellung dieser Quellen. Einzelne Szenen sind mit KI erstellte Illustrationen und keine Originalaufnahmen.
Schlagwörter im Text: Werner Teske, letzte Hinrichtung der DDR, Stasi, Ministerium für Staatssicherheit, Hauptverwaltung Aufklärung, Markus Wolf, Erich Mielke, Erich Honecker, Werner Stiller, Leipzig, Alfred-Kästner-Straße, Oberstes Gericht der DDR, Todesstrafe, Spionage, Anklageschrift, Gnadengesuch, Stendal, Rehabilitierung, Landgericht Berlin, Stasi-Akten, DDR-Dokumentation.
Videomaterial: Pixabay