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Erich Fried-Lesung Wuppertal 5.5.1985

Lampefilm Videomanufaktur G. Lampe

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Erich Fried-Lesung Wuppertal 5.5.1985

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Lampefilm Videomanufaktur G. Lampe
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Erich Fried (* 6. Mai 1921 in Wien; † 22. November 1988 in Baden-Baden) zählt zu den produktivsten und umstrittensten Lyrikern der deutschen Gegenwartsliteratur. 1987 bekam er den Büchner-Preis. Fried mischte sich ein, wo Unrecht geschah. Er war ein unorthodoxer Linker, der nicht nur mit „Zorn- und Angstgedichten“, sondern auch mit seinen „Liebesgedichten“ ein großes Publikum erreicht hat. 1921 in Wien geboren, musste er als Jude 1938 vor den Nazis fliehen und beschloss, „Schriftsteller zu werden, der gegen Faschismus, Rassismus, Unterdrückung und Austreibung unschuldiger Menschen schreibt.“ Fried lebte seitdem im Londoner Exil, war aber seit den 60er Jahren häufiger in Deutschland und Österreich präsent – er trug aus seinen Werken vor, griff in literarische und politische Debatten ein und demonstrierte mit den rebellierenden Studenten von 1968 und der Friedensbewegung. Die Aufzeichnung der Lesung Fried im Wuppertaler Schauspielhaus am 5. Mai 1985 ist ein besonders eindrückliches Beispiel für den „Wanderrabbi“ Fried und seine engagierten kritischen Gedichte und Erzählungen. Eine Stunde lang (in der Aufzeichnung kurz unterbrochen durch Cassettenwechsel) trägt Fried aus seinen Werken vor, die auch heute noch aktuell sind, und reichert sie durch Kommentare zu ihrer Entstehung und politisch-gesellschaftlichen Hintergründen an. Folgende Gedichte / Texte, die Fried an- und abmoderiert und die in den Gesammelten Werken in der Ausgabe des Wagenbach-Verlags Berlin 1993 nachgelesen werden können, sind in der Wuppertaler Lesung unter Angabe der Videolaufzeit zu erleben: 1984 (B. Elmshäuser)- 02:55 Im Auge die Asche (B. Elmshäuser) - 03:29 Ich bin der Sieg (GW 1/S. 564- 05:49 Gespräch mit einem Überlebenden (GW 3/S. 39f.) - 08:09 Status quo zur Zeit des Wettrüstens (GW 2/S. 523) - 09:42 Wir müssen alle einmal sterben (C. Hahm) - 10:42 Gedanken zum 8. Mai 1985 (unveröffentlicht) - 24:47 Meine Puppe in Auschwitz (GW, Prosa, S. 418ff) - 27:13 Die Türe (GW 3/S. 196) - 42:11 Den Toten von Südafrika (GW 3/S. 218) - 44:09 Glaube, Liebe und Hoffnung (GW 3/S. 226) - 44:45 Caspar Weinbergers Zunge (GW 3/S. 437) - 45:43 Die Verhütungsfrage (unveröffentlicht) - 46:46 Vierzigjahrfeier (unveröffentlicht) - 47:46 Entwöhnung (GW 2/S. 540) - 48:11 ImVerteidigungsfall (GW 3/S. 128) - 49:25 Zur Zeit der Nachgeborenen (GW 2 /S. 635) - 55:23 Die Aufzeichnung erfolgte am 5.5.1985 mit dem Videosystem Umatic hb und umfasst drei Cassetten mit je ca. 20 Min. Laufzeit (die Cassettenwechsel sind mit Farbbalken markiert). Kamera: Lutz Becker, Ton: Gerhard Lampe, Regie und Produktion: Gerhard Lampe, © Lampefilm 1985 und 2025. Die Aufnahmen entstanden in Vorbereitung eines 50minütigen Portraits, das wenig später vom WDR in Auftrag gegeben und 1986 zuerst ausgestrahlt wurde. Dieses Portraits darf ich hier nicht veröffentlichen. Deshalb verweise ich auf meine Publikation: Gerhard Lampe: „Ich will mich erinnern an alles was man vergißt“: Erich Fried – Biographie und Werk. Bund-Verlag, Köln 1989, ISBN 3-7663-3092-6. (Neuauflage. Fischer digital Verlag, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-596-30897-2).