Biomethanregister und Unionsregister: Herausforderungen der Nachweisführung [B.KWK-Kongress 2025]
Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK)
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Biomethanregister und Unionsregister: Herausforderungen der Nachweisführung [B.KWK-Kongress 2025]
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Die Nachweisführung für Biomethan ist historisch aus verschiedenen, nicht aufeinander abgestimmten Regelungssträngen für Herkunft, Nachhaltigkeit und Förderung entstanden und hat dadurch eine hohe strukturelle Komplexität entwickelt. Biomethan muss je nach Einsatzpfad gleichzeitig oder nacheinander Anforderungen aus EEG, GEG, BEHG, TEHG, BImSchG und weiteren Regelwerken erfüllen, sodass nicht ein einheitlicher Nachweis genügt, sondern mehrere Register und Bilanzierungslogiken parallel bedient werden müssen. Besonders im Strom- und Wärmebereich zeigt sich, dass Herkunftsnachweise, Nachhaltigkeitsnachweise und registergestützte Mengenverfolgung unterschiedliche Funktionen erfüllen, aber in der Praxis eng miteinander verknüpft werden müssen. Daraus entstehen komplexe Prozessketten zwischen Biogasanlage, Händler, Biomethanregister, Nabisy, DEHSt, UBA, Gasversorgern und Anlagenbetreibern, bei denen die korrekte Zuordnung, Übertragung, Entwertung und Prüfung der Nachweise entscheidend ist. Ein zentrales Problem liegt in den unterschiedlichen Bilanzierungsanforderungen der beteiligten Systeme. Nationale Vorgaben etwa aus EEG und GEG lassen sich nur eingeschränkt mit europäischen Anforderungen an Herkunftsnachweise vereinbaren. Dadurch entsteht eine doppelte oder parallele Nachweisführung, die administrativ aufwendig, fehleranfällig und für Marktteilnehmer schwer beherrschbar ist. Die Unionsdatenbank als integrierte Lösung, soll Nachhaltigkeitsnachweise, Handel und Ausbuchung stärker in einem System zusammenführen. Das Zielbild ist ein „One-Stop-Shop“, in dem der Transfer von Mengen und Nachweisen konsistenter erfolgt und der Nachhaltigkeitsnachweis zum maßgeblichen Dokument wird, während klassische Herkunftsnachweise eine nachgeordnete Rolle einnehmen. Vollständig gelöst werden die aktuellen Probleme damit jedoch noch nicht, weil Übergangsphasen, unterschiedliche Laufzeiten von Nachweisdokumenten, neue Nachhaltigkeitsanforderungen und die noch unvollständige Funktionalität der Unionsdatenbank zusätzliche Unsicherheiten erzeugen. Die Biomethan-Nachweisführung leidet zudem gegenwärtig weniger an fehlender Registertechnik als an regulatorischer Überlagerung, uneinheitlichen Bilanzierungsregeln und institutionellen Schnittstellen. Der Übergang vom Biomethanregister zum Unionsregister kann die Nachweisführung vereinfachen, wenn nationale und europäische Anforderungen systematisch harmonisiert, Registerdaten technisch gekoppelt und die Marktakteure nicht länger zu parallelen Nachweisregimen gezwungen werden.
Programm und Anmeldung für den diesjährigen B.KWK-Kongress:
https://www.bkwk.de/veranstaltungen/
Kontakt und Impressum: https://www.bkwk.de/impressum
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