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Schwaz (A-Tirol) Geläute der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

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Schwaz (A-Tirol) Geläute der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

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(Tonaufnahme) Geläutepräsentation des Geläutes der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Silberstadt Schwaz, Nordtirol. A° c‘ d‘ e‘ g‘ a‘ c“ (g“) 0:00 Angelus Glocke 3 (d‘) + Sirene 1:35 Sonntagseinläuten Glocken 3-4-5-6-7 (d‘ e‘ g‘ a‘ c“) 4:45 Angelus Glocke 1 (A°) + Sirene 6:23 1. Vollgeläute 9:32 Glocke 7 (c“) 10:02 Glocke 6 (a‘) 10:32 Glocke 5 (g‘) 11:02 Glocke 4 (e‘) 11:32 Glocke 3 (d‘) 12:02 Glocke 2 (c‘) 12:34 Glocke 1 (A°) 13:08 2. Vollgeläute Kirche: Die Kirche wurde 1337 urkundlich als Liebfrauenkirchen genannt. 1442 wurde ein Kaplan genannt. Bereits um 1460 war die Liebfrauenkirche zu klein für die damals über 3000 Einwohner große Gemeinde. Auch eine vormalige Vergrößerung, die laut Bergchronik 1429 vorgenommen wurde, stellte sich als unzureichend heraus. Die Grundsteinlegung 1460 zog einen großen Bauaufwand nach sich. Eine vorgezogene Weihe im Rohbau gab es bereits am 6. März 1465. Die erste Kirchenbau wurde 1429 nach ihrem ersten Brand restauriert, erweitert und 1432 geweiht. Der zweite Kirchenbau wurde von 1460 bis 1478 am Platz der Vorgängerkirche als Hallenkirche mit einem vierjochigen, dreischiffigen Langhaus erbaut. Der Chor war stark eingezogen und hatte drei Joche. Der Nordturm befindet sich zwischen Langhaus und Chor. Hans Mitterhofer und sein Sohn Gilg Mitterhofer vollendeten die Kirche im Jahr 1478. Die Mauer des Nordchors und die Nordmauern des Langhauses sind bis heute im Original erhalten. Die dritte Kirchenbauphase begann 1490. Das starke Bevölkerungswachstum, bedingt durch Zuzug aufgrund des Silberbergwerks Schwaz, machte eine größere Kirche notwendig. Die Pläne für diese Erweiterung stammen vom Münchner Baumeister und Bildhauer Erasmus Grasser, die Bauaufsicht führte Christof Raichartiger. Eine Hallenkirche mit zwei Hauptschiffen, zwei Seitenschiffen und zwei Chören entstand. Das Langhaus wurde von vier auf sechs Joche verlängert und die Westfassade wurde repräsentativ gestaltet. Sie stützen fünf Strebepfeiler bis etwa zur halben Höhe, welche in Lisenen übergehen. Der Giebel schließt mit dreizehn kleinen Türmen, welche Christus und die Apostel symbolisieren. Die Marktuhr mit Firmament und Mondphase wird von einem Gesims umrahmt. Das Ziffernblatt der Uhr wird von vier Wappen umgeben. Die Wappen sind von links oben nach rechts unten jene Österreichs, Tirols, Schwaz’ und der Gewerkenfamilie Tänzl. Es gibt zwei Hauptportale mit geometrischem Astwerk und vier Löwengriffen, diese sind Nürnberger Bronzegusswerke aus 1512. Der Mittelpfeiler trägt eine überlebensgroße Statue von Maria mit dem Kind. Als Inspiration für die Westfassade diente Erasmus Grasser das Alte Münchener Rathaus. Von 1503 bis 1518 wurde vom Zimmermeister Thomas Schweinebacher ein Dachstuhl mit fünf Geschoßen aufgesetzt. Währenddessen, von 1505 bis 1508, kam die Sakristei hinzu, außerdem erfolge von 1509 bis 1513 ein Ausbau des Nordturmes nach den Plänen des Ausburger Turmbaumeisters Burkhart Engelbert. Diese wurden von Jakob Zwitzel und Konrad Vogel umgesetzt, letzterer war auch für den Bau der Westempore (1515 bis 1520) verantwortlich. Am Freitag, 28. April 2023, zwischen 12 und 17.30 Uhr erlitt die Kirche eine Beschädigung. Am Steinboden vor dem Altar wurde ein Pentagramm mit blauer Farbe gesprüht, mehrfach die Zahl 6 auch auf den Türgläsern eines Beichtstuhls. Der Inhalt wird als satanistisch eingeschätzt. Die Kirche selbst besitzt am Langhaus nur einen fertiggestellten Turm, den nördlichen „alten Glockenturm“ mit 72 Metern Höhe. Dieser wird wegen eines nördlichen Überhangs von etwa einem Meter und dem daraus resultierenden statischen Risiko als solcher nicht mehr benutzt. Bereits 1558 wurden Schäden festgestellt. 1904 wurde das Läuten per Erlass untersagt. Heute befinden sich im „Alten Glockenturm“ noch lediglich zwei kleine Glocken, eine Grassmayr-Glocke von 1761 sowie eine Signalglocke aus dem 17. Jahrhundert. Seit etwa Ende der 1920er Jahre befand sich auf dem Umgang über der Glockenstube eine Motorsirene, welche 2019 durch ein modernes Gerät ersetzt wurde. Im Jahr 1912 wurde der neue Turm gebaut, die Glocken konnten nun in diesen Turm kehren. Glocken: Glocke 1: „Maria Maximiliana“ – 4.508 kg, 189 cm Dm, a°, Löffer 1503 Glocke 2: „Knappenglocke“ – 2.200 kg, 153 cm Dm, c′, Reichart 1641 Glocke 3: „Herz-Jesu“ – 1.486 kg, 137 cm Dm, d′, Bühl 1959 Glocke 4: „Ave-Maria“ – 1.070 kg, 123 cm Dm, e′, Bühl 1959 Glocke 5: „Josef“ – 578 kg, 101 cm Dm, g′, Bühl 1959 Glocke 6: „Engel“ – 422 kg, 91 cm Dm, a′, Bühl 1959 Glocke 7: „Kindsin“ – 242 kg, 77 cm Dm, c″, Johann Paul Schellener 1731 Glocke 8: „Toten“ – Gewicht und Durchmesser unbekannt, g″, Grassmayr 1713 Gesamtgewicht: 10.506 kg + Totenglocke Leider sind hier keine Turmaufnahmen möglich. Aufgenommen im Juni samstags jeweils um 12 Uhr.