Перейти к содержимому

Leben im Mittelalter: 25 Dinge in Wien 1400, die zeigen, wovon sie wirklich lebte

So lebte die Welt

0:00 / 0:00

Leben im Mittelalter: 25 Dinge in Wien 1400, die zeigen, wovon sie wirklich lebte

357 просмотров · 2 недели назад
So lebte die Welt
9 подписчиков
357 просмотров · 2 недели назад
Im Jahr 1194 zahlte England 20.000 Mark Silber Lösegeld für seinen entführten König. Ein Teil davon wurde nicht in Waffen gesteckt, sondern in eine Mauer: fast fünf Kilometer Bruchstein rund um eine Stadt an der Donau. Zweihundert Jahre später stehst du vor dieser Mauer. Wien, um 1400. Und wenn du hindurchgehst, verrätst du dich in den ersten Minuten fünfundzwanzigmal. Wir gehen 25 Dinge durch, die hier vollkommen selbstverständlich waren — und an denen sofort aufgefallen wäre, dass du nicht dazugehörst. Du suchst eine Hausnummer, die es nicht gibt. Du bestellst das falsche Getränk. Du lobst den fertigen Dom, der eine Baustelle ist. Und bei Nummer 1 kommt die Frage, die unter dem ganzen Video liegt: Wien hatte kein Meer, keine Silbermine, keinen Hafen zum Ozean. Warum war es trotzdem eine der reichsten Städte des Reiches? Kein Ritterepos, kein Walzer, kein Kaffeehaus — das kommt Jahrhunderte später. Der Alltag von Handwerkern, Weinbauern und Krämern in einer Stadt, in der die Zünfte gerade die Mehrheit im Rat erobert hatten. WORAUF SICH DAS STÜTZT Alle Angaben stammen aus dem Wien Geschichte Wiki, dem amtlichen Stadtgeschichte-Wiki der Stadt Wien (geschichtewiki.wien.gv.at), abgerufen am 05.09.2026. Stapelrecht: Stadtrecht 1221, aufgehoben erst 1515. Stadtmauer: fast fünf Kilometer, bezahlt aus dem Lösegeld von 1194. Bäckerschupfen: festgeschrieben von Albrecht II. am 24. Juli 1340, letzte Vollstreckung 1773. Universität: gegründet 1365, nach Prag 1348 die früheste im Reich. Bürgerspital: belegt 1257, Knabenschule ab 1384. Bäder: 29 Badstuben, erste Baderordnung 1321. Bürgerrecht: vier Schilling, zehn Jahre Wohnsitz, Frauen ausgeschlossen. Pranger am Hohen Markt: 1384 bis 1706. Handwerk: Ratswahlprivileg 1396, absolute Mehrheit im Rat von 1396 bis 1403. Drei Zahlen stammen nicht aus 1400, und ich sage das im Video auch: die rund 25.000 Einwohner aus einer Zählung um 1450, die 140.000 Hektoliter Weinausfuhr aus 1445, die über 100 Gewerbe aus dem Handwerksordnungsbuch von 1430. Ein Punkt fehlt mit Absicht: die Wiener Gesera 1420/21. Sie liegt nach dieser Zeitscheibe und gehört nicht als Listenpunkt in eine Unterhaltungsliste. HINWEIS ZU DEN BILDERN Alle Bilder sind KI-gestützte Rekonstruktionen, keine Fotografien. Der Stephansdom erscheint deshalb durchgehend als das, was er um 1400 war: eine Baustelle. Der Südturm wurde 1359 begonnen und erst 1433 vollendet, den Nordturm gibt es bis heute nicht. Von Richard Löwenherz, Rudolf IV. und Albrecht IV. existiert kein gesichertes Bildnis, deshalb wird keines erfunden. Der gesprochene Text ist recherchiert und geschrieben, nicht generiert. Wien um 1400 ist hier keine Kaiserstadt aus Marmor und Musik, sondern eine Stadt aus Rebstöcken, Bruchstein und Gerüsten: in der Häuser Namen tragen statt Nummern und ein Bäcker im Käfig über der Donau hängt, wenn sein Brot zu leicht ist. JETZT BIST DU DRAN Welcher der 25 Punkte hat dich am meisten überrascht? Dass es keine Hausnummern gab, sondern Hausschilder? Dass die Handwerker sieben Jahre lang die Mehrheit im Rat hatten? Oder dass eine Stadt reich wird, weil sie im Weg liegt? Schreib die Nummer in die Kommentare. Welche Stadt kommt als Nächstes? Wenn dir das gefallen hat: Like und Abo. Jede Woche ein Video darüber, wie Alltag in anderen Epochen wirklich funktioniert hat — nicht Könige und Schlachten, sondern Essen, Wohnen, Arbeiten, Dazugehören. Wie derselbe Tag zweihundert Kilometer weiter westlich aussah, liegt schon auf dem Kanal: Köln um 1400. KAPITEL 0:00 Ein Lösegeld wird zu einer Stadtmauer 0:29 Woran du sofort auffliegst 1:13 Nr. 25: Du fragst nach einer Hausnummer 1:58 Nr. 24: Du suchst den Brunnen auf dem Platz 2:38 Nr. 23: Du bestellst ein Bier 3:13 Nr. 22: Du willst deine Ware einfach weiterfahren 3:55 Nr. 21: Du lobst den fertigen Dom 4:42 Nr. 20: Du suchst den Friedhof vor der Stadt 5:15 Nr. 19: Du zahlst mit deinem eigenen Geld 5:54 Nr. 18: Du gehst zum Arzt, weil dir ein Zahn weh tut 6:31 Nr. 17: Du wunderst dich über das Horn am Samstag 7:03 Nr. 16: Du nennst dich Bürger 7:42 Nr. 15: Du fragst die Frau des Hauses nach ihrem Bürgerrecht 8:13 Neun Fehler in noch keiner Stunde 8:35 Nr. 14: Du hältst die Handwerker für die kleinen Leute 9:10 Nr. 13: Du kaufst Brot, ohne es zu wiegen 9:44 Nr. 12: Du hältst das für eine harmlose Strafe 10:19 Nr. 11: Du suchst das Gericht in einem Amtsgebäude 10:57 Nr. 10: Du übersiehst den Käfig auf dem Platz 11:29 Nr. 9: Du kaufst Fisch am falschen Ort 12:02 Die letzten acht Punkte gehen tiefer 12:21 Nr. 8: Du fragst, wem die Weingärten gehören 13:02 Nr. 7: Du hältst das Spital für ein Krankenhaus 13:43 Nr. 6: Du fragst, wo die Kinder zur Schule gehen 14:16 Nr. 5: Du hältst die Universität für uralt 14:52 Nr. 4: Du fragst, welcher Krieg die Mauer bezahlt hat 15:16 Nr. 3: Du hältst das für eine Legende 15:51 Nr. 2: Du fragst, warum die Löhne so hoch sind 16:40 Nr. 1: Du fragst, warum diese Stadt trotzdem reich ist 17:56 Was einen Alltag ausmacht