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NS-Verbrechen im Visier: Frühe sowjetische Todesurteile gegen Deutsche

Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung

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NS-Verbrechen im Visier: Frühe sowjetische Todesurteile gegen Deutsche

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Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung
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Was waren die sowjetischen Militärtribunale? Wer wurde vor ihnen angeklagt und verurteilt? Und welche Bedeutung hat Dresden für die Erforschung dieser Verfahren? In diesem Interview spricht der Historiker Mike Schmeitzner über die sowjetischen Militärtribunale in der Nachkriegszeit. Auf Grundlage seiner langjährigen Forschungen und seines Buches zum Thema erläutert er die Entstehung, Arbeitsweise und Bedeutung dieser Gerichte sowie deren Rolle bei der Verfolgung deutscher Kriegsverbrechen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Lange Zeit wurden die von sowjetischen Militärtribunalen zwischen 1944 und 1947 verhängten Todesurteile in der Forschung nur am Rande behandelt. Neuere Untersuchungen auf Basis russischer, deutscher und amerikanischer Archivbestände konnten jedoch mehr als 3.400 Todesurteile für diesen Zeitraum nachweisen. Im Gespräch geht es nicht nur um die Zahlen, sondern auch um die juristischen Grundlagen der Verfahren, die konkrete Verfolgungspraxis sowie um prominente Verurteilte wie den ehemaligen sächsischen Gauleiter Martin Mutschmann. Das Gespräch bietet einen fundierten Einblick in ein lange vernachlässigtes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte und zeigt, wie historische Forschung zur Aufarbeitung von Diktatur, Besatzungsherrschaft und Kriegsverbrechen beitragen kann. Das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung im Netz Webseite: https://hait.tu-dresden.de Blog: https://haitblog.hypotheses.org Bluesky: https://bsky.app/profile/hait-tud.bsk... Dieses Video steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0 und darf unter Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen weiterverwendet werden.