Der Kassenzettel einer Woche: sieben Abendessen für zwei, und drei Posten, die ich nie wieder kaufe
Teresa Marchetti
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Der Kassenzettel einer Woche: sieben Abendessen für zwei, und drei Posten, die ich nie wieder kaufe
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Teresa Marchetti
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Ein Kassenzettel, aufgefaltet auf dem Küchentisch. Sechsunddreißig Euro einundfünfzig, eine ganz normale Woche. Daraus sind sieben Abendessen für zwei Leute geworden, von Montag bis Sonntag, jeden Abend etwas anderes — und ganz unten auf dem Zettel stehen drei Posten, die ich nie wieder kaufe. Nicht, weil sie schlecht waren. Weil ich hinterher sehen konnte, was sie mir gebracht haben: nichts.
Was ich gemacht habe, kostet nichts und dauert zwei Minuten am Abend. Eine Woche lang jeden Kassenzettel in eine Blechdose neben dem Brotkasten, und abends, wenn der Tisch abgeräumt ist, auf einen Zettel schreiben, was wir gegessen haben und was davon aus dem Einkauf kam. Am Sonntag liegen beide Listen nebeneinander: was hineingegangen ist und was herausgekommen ist. In der Gaststätte hieß das Wareneinsatz, und wir haben es einunddreißig Jahre lang jede Woche gemacht, weil man sonst nicht weiß, ob man arbeitet oder nur beschäftigt ist.
Die beiden Zahlen dieser Woche: auf dem Zettel sechsunddreißig Euro einundfünfzig, abends auf dem Tisch dreiundzwanzig Euro vierzig. Das sind vierzehn Teller, also ein Euro siebenundsechzig pro Teller. Der Rest, dreizehn Euro elf, ist nicht verschwunden — ein Teil war Frühstück, ein Teil steht noch im Schrank und zählt nächste Woche mit. Und ein Teil ist nirgends hingegangen: fünf Euro sechsundsechzig, fast ein Sechstel des ganzen Zettels.
Die drei Posten, die das waren: fertig geriebener Käse im Beutel, zwei Euro neunundzwanzig für zweihundert Gramm — über elf Euro das Kilo, während das Stück Gouda daneben unter neun kostet, und nach drei Tagen an der Luft ist geriebener Käse kein Käse mehr. Der abgepackte Salat, ein Euro neunundsiebzig für hundertfünfzig Gramm, drei Tage haltbar; ich habe die Hälfte gegessen und den Rest am Freitag weggeworfen. Und zwei Becher Sahne im Angebot, ein Euro achtundfünfzig — genommen, weil sie billig waren, nicht weil ich sie brauchte. Einer kam in den Auflauf, der zweite war am Sonntag sauer. Der billigste Posten auf dem Zettel war am Ende der teuerste.
Ein Angebot ist kein Sparen. Ein Angebot ist ein Preis. Gespart haben Sie erst, wenn es gegessen wurde.
Alle drei haben etwas gemeinsam, und es ist nicht die Bequemlichkeit: bei allen dreien habe ich im Laden eine Frage nicht gestellt. Nicht „brauche ich das" — darauf sagt man im Laden immer ja. Sondern: an welchem Abend, und mit was zusammen. Zweiundfünfzig solche Wochen sind knapp dreihundert Euro, und dafür muss niemand sparsamer leben oder billiger einkaufen. Es reicht, die Sachen zu essen, die man sowieso schon bezahlt hat.
0:00 Ein Zettel, eine ganze Woche
0:32 Kein geschätzter Plan, ein echter Zettel
0:59 Die Blechdose neben dem Brotkasten
1:23 Wareneinsatz: wie die Gaststätte rechnet
1:47 Sie kontrollieren den Laden, nicht sich
1:58 Sechsunddreißig einundfünfzig, dreiundzwanzig vierzig
2:09 Der Rest: dreizehn Euro elf
2:32 Warum die zwei Zahlen auseinandergehen
2:48 Der dritte Teil: nirgends hingegangen
3:10 Das Buch, das ich empfehle
4:00 Der Zettel, Posten für Posten
4:40 Butter, Milch, Brot: das meiste war Frühstück
5:04 Die sieben Abende
5:47 Das Teure zuerst, der Knochen danach
6:06 Eier, das billigste Eiweiß im Laden
6:26 Wer die Woche umdreht, wirft weg
6:56 Der Code ist noch auf dem Bildschirm
7:24 Die drei Posten: fünf Euro sechsundsechzig
7:34 Der erste: fertig geriebener Käse
8:13 Der zweite: abgepackter Salat
8:38 Kopfsalat statt Beutel
9:02 Der dritte: zwei Becher im Angebot
9:20 Ein Angebot ist kein Sparen
9:39 Was ich dachte, was daraus wurde
10:33 Zweiundfünfzig Wochen, knapp dreihundert Euro
10:53 Wem es nützt, dass Sie es nicht wissen
11:23 Nur eine Sache diese Woche
11:43 Schreiben Sie mir Ihren Posten
11:58 Beim nächsten Mal: die Vorratsregale
12:14 Erst die Rechnung, dann der Topf
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