Nationalpark Bayer. Wald: Borkenkäfer-Metamorphosen- bark beetle
henry4nature
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Nationalpark Bayer. Wald: Borkenkäfer-Metamorphosen- bark beetle
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Glück verhilft manchmal auch zu Entdeckungen in der Natur, so in einer gemanagten Zone des Nationalparks: Eine Holzrückemaschine schleppt einen Fichten-Stamm, der von Borkenkäfern befallen ist, zum Lagerplatz an der Waldstraße. Dabei löst sich ein Stück der Baumrinde, wird umgedreht und verbleibt mit der Innenseite nach oben am Stamm. Eine nahezu ideale Situation, die sonst verborgene Lebensweise der Borkenkäfer bei Tageslicht zu studieren. Speziell an diesem Stamm offenbart der Borkenkäfer (Buchdrucker, Ips typographus) dem Beobachter seine angeborenen Verwandlungskünste. Durchläuft er doch im Laufe seines Lebens wie viele andere Insekten verschiedene Phasen: Ei, Larve, Puppe und eben Käfer (Imago). Kurzzeitig, wenn er die Puppenhülle abstreift, ist er auch ein sogenannter „weißer", fast durchsichtiger Käfer, bis später seine braun-schwarzen Farbpigmente zur Wirkung kommen (dies während eines etwa 14-tägigen Reifungsfraßes).
Die längste Zeit seines Lebens verbringt der Borkenkäfer unter der Borke (daher sein Name) bzw. Rinde. Der Artname „Buchdrucker" (wiss. Bez. „Ips typographus") erinnert an das Fraßbild seiner Larven unter der Rinde, das einem aufgeschlagenen Buch mit waagrechten Druckzeilen ähnlich ist.
Doch was ist im Film außer den verschiedenen Lebensstadien sonst noch zu entdecken?
1. Auch Käfer müssen laufen lernen. Nach Abstreifen der Puppenhülle (ab Szene 2:40 min) arbeitet sich der „neu geborene", fertige Borkenkäfer aus der Puppenkammer heraus und testet die Beweglichkeit seiner sechs Beine. Anfangs gelingt es ihm nur mühsam den Bewegungsablauf seiner Beine zu koordinieren und aufrecht voran zu kommen. Doch auch ein Umfallen lässt ihn nicht entmutigen. Er richtet sich wieder auf und probiert das Laufen aufs Neue. Nur Üben verhilft zur überlebensnotwendigen Beweglichkeit.
2. Ältere Käfer können in ihren Fraßgängen rückwärts laufen, und das ziemlich flott. Vermutlich sind ihnen dabei die zahlreichen Tasthaare an ihrer Körperhülle von Nutzen. Allerdings versuchen die Käfer bei genügend Platz umzudrehen, um mit ihren am Kopf vorhandenen Steuerinstrumenten Fühler und Augen (die Augen werden unter normalen Verhältnissen vorwiegend zur Orientierung und Fliegen im Freien gebraucht) zielgerichtet vorwärts zu laufen.
Weitere Erläuterungen zum Borkenkäfer beim Film: Borkenkäfer krabbeln auf Fichten-Rinde Buchdrucker Ips Typographus Konik drukarz
unter • Borkenkäfer krabbeln auf Fichten-Rinde Buc...
Musik: Alexander Skrjabin (1872 -- 1915): Variationen f-Moll über ein Thema von Mlle Egoroff (1887).
Diese sehr selten gespielte Komposition des kaum 16-jährigen Skrjabin steht ganz unter dem Einfluss Chopins und seiner Lehrer am Moskauer Konservatorium. Piano: Hanns Steger. Hochgeladen mit freundlicher Genehmigung. Uploaded with permission.