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Theophilus Test - Teil 1: der historische Jesus | PREDIGT+

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Theophilus Test - Teil 1: der historische Jesus | PREDIGT+

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Wie zuverlässig ist eigentlich das, was wir über Jesus wissen? Im ersten Teil des Theophilus Tests gehen wir der Frage nach, wie nah wir historisch an Jesus von Nazareth herankommen. Dabei schauen wir uns besonders einen Quellenstrang an, der erstaunlich weit zurückführt: die frühen Paulusbriefe, Paulus’ persönliche Begegnungen mit Petrus und Jakobus – dem Bruder Jesu – und die noch ältere Überlieferung aus 1. Korinther 15. Dabei geht es nicht darum, einfach vorauszusetzen: „Es steht in der Bibel, also ist es wahr.“ Stattdessen fragen wir möglichst nüchtern: Welche Quellen haben wir? Wie früh sind sie? Wie nah stehen sie Jesus und seinem unmittelbaren Umfeld? Und was können wir historisch tatsächlich sagen? Mein Fazit aus diesem ersten Theophilus Test: Unser Glaube an Jesus steht historisch nicht auf dünnem Eis. Es gibt gute Gründe, seine historischen Grundlagen als zuverlässig ernst zu nehmen. Diese Folge gehört zu PREDIGT+, dem Vertiefungspodcast von ReBible. In einer Predigt kann man vieles anstoßen, aber nicht alles ausführen. PREDIGT+ schaut genauer hin, denkt weiter und geht tiefer. 📖 Die Predigt dazu findest du hier: →    • Lukas - Teil 1 (Lukas 1,1-4): Damit du die...   ReBible - Zurück zur Schrift. Verändert leben. ___________________________________________________________________________________________ Quellen & weiterführende Literatur Die wichtigsten historischen Angaben dieser Folge lassen sich u. a. anhand folgender Primärquellen und wissenschaftlicher Literatur nachvollziehen: Zur historischen Existenz Jesu: Bart D. Ehrman, Did Jesus Exist? The Historical Argument for Jesus of Nazareth, HarperOne, 2012. Ehrman behandelt ausführlich die historischen Quellen für Jesus und die in der Fachwissenschaft randständige These, Jesus habe überhaupt nicht existiert. Ergänzend: Samuel Byrskog, „The Historicity of Jesus. How Do We Know that Jesus Existed?“, in: Handbook for the Study of the Historical Jesus, Brill, 2011, S. 2183–2211. Zur Kreuzigung Jesu unter Pontius Pilatus: Helen K. Bond, Pontius Pilate in History and Interpretation, Cambridge University Press, 1998. Bond bezeichnet die Kreuzigung Jesu unter Pilatus als einen der historisch sichersten Sachverhalte des frühen Christentums. Als antike, nichtchristliche Quelle: Tacitus, Annalen 15,44. Tacitus berichtet, dass Christus während der Regierungszeit des Tiberius durch Pontius Pilatus hingerichtet wurde. Zu den sieben in der Forschung allgemein als authentisch anerkannten Paulusbriefen: Victor Paul Furnish, Jesus according to Paul, Cambridge University Press, 1993. Furnish nennt Römer, 1./2. Korinther, Galater, Philipper, 1. Thessalonicher und Philemon als die sieben Briefe, die praktisch alle Forscher als authentisch paulinisch ansehen. Zur Datierung von Galater- und 1. Korintherbrief: Der Galaterbrief wird je nach Rekonstruktion ungefähr zwischen 48 und der Mitte der 50er Jahre datiert; Craig S. Keener nennt als diskutierten Bereich ca. 48 bis Mitte der 50er und arbeitet mit etwa 51 n. Chr. als Hypothese. Der 1. Korintherbrief wird gewöhnlich auf 53–55 n. Chr. datiert. Zu Paulus' persönlichem Kontakt mit Kephas (Petrus) und Jakobus sowie seinen Kenntnissen über Jesus: Die wichtigsten Primärstellen sind Galater 1,18–19; 2,7–14; 1. Korinther 9,5; 11,23–25; 15,3–8. Paulus berichtet selbst von seinem fünfzehntägigen Aufenthalt bei Kephas/Petrus und von der Begegnung mit „Jakobus, dem Bruder des Herrn“. Victor Paul Furnish zeigt anhand der authentischen Paulusbriefe, dass Paulus unter anderem Jesu Bruder Jakobus, Kephas/Petrus und die Zwölf kannte bzw. erwähnt und bereits Traditionen über Jesu Leben und Tod wiedergibt. Zu Jakobus als Bruder Jesu bei Josephus: Flavius Josephus, Jüdische Altertümer 20,200 (ca. 93/94 n. Chr.) erwähnt Jakobus als den Bruder „Jesu, der Christus genannt wurde“. Zur Echtheit dieser Passage: T. C. Schmidt, Josephus and Jesus: New Evidence for the One Called Christ, Oxford University Press, 2025, Appendix 2, S. 231–248. Schmidt hält fest, dass die große Mehrheit der Fachleute Josephus' Passage in Ant. 20,200 für authentisch hält. Zur frühen Überlieferung in 1. Korinther 15,3–5: Paulus schreibt ausdrücklich, dass er weitergegeben habe, „was ich auch empfangen habe“ (1Kor 15,3). Dass zumindest der Kern von 1Kor 15,3–5 älteres, vorpaulinisches Traditionsmaterial enthält, ist ein etablierter Ausgangspunkt der fachwissenschaftlichen Diskussion. James Ware, „The Resurrection of Jesus in the Pre-Pauline Formula of 1 Cor 15.3–5“, New Testament Studies 60/4 (2014), S. 475–498, DOI: 10.1017/S0028688514000150.