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Die Stadt, in der die deutsche Kohle starb: Bottrop

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Die Stadt, in der die deutsche Kohle starb: Bottrop

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Am 21. Dezember 2018 endete in dieser Stadt eine Epoche, die zwei Jahrhunderte lang ganz Deutschland angetrieben hatte: die letzte Schicht auf Prosper-Haniel — die letzte Steinkohle des Landes. Bottrop war ein Dorf, bis die Kohle kam. Mit der Zeche Prosper wuchs es binnen weniger Jahrzehnte zur Bergbaustadt, in der fast jede Familie unter Tage arbeitete — Halden, Fördertürme und Zechensiedlungen prägten das Bild, und der Ruhrpott lieferte von hier aus die Energie für das Wirtschaftswunder. Als in den sechziger Jahren das Zechensterben begann, schloss eine Grube nach der anderen. Bottrop blieb als Letzte am Berg. Dann kam der Abschied — und mit ihm eine Frage, die keine Stadt zuvor beantworten musste: Was bleibt nach der Kohle? Die Pumpen müssen für immer laufen, damit das Ruhrgebiet nicht absäuft. Auf der Halde steht heute eine Skipiste, im Norden ein Freizeitpark, und die einstige Kohlestadt versucht sich als Modellstadt für die Zukunft neu zu erfinden — während die Arbeitslosigkeit bleibt, wo sie war. Dies ist die Geschichte von Bottrop: der Stadt, die als Letzte am Berg blieb — und nun herausfinden muss, wer sie ohne die Kohle ist. Abonniere Ungesagt für mehr Geschichten über Aufstieg und Fall deutscher Städte. #Bottrop #Ruhrgebiet #Kohle #Deutschland