Rottweil ein Streifzug durch die älteste Stadt Baden-Württembergs
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Rottweil ist die älteste Stadt Baden-Württembergs: Schon 74 n. Chr. ließen sich römische Soldaten hier nieder, errichteten Kastelle und die zivile Siedlung Arae Flaviae, die als einzige Stadt im heutigen Baden-Württemberg römisches Stadtrecht besaß.
Nachfolgend siedelten Alemannen am Neckar, und 887 hielt Kaiser Karl III. in „rotuvilla“ Hof. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts legten die Staufer den Grundstein für das mittelalterliche Rottweil, dessen denkmalgeschütztes Ensemble bis heute den historischen Kern der Stadt prägt.
Als freie Reichsstadt entwickelte sich Rottweil bis zum Dreißigjährigen Krieg zu einer wirtschaftlichen und juristischen Bedeutung in Südwestdeutschland; eindrucksvolle Kirchen und prächtige Wohnhäuser zeugen von dieser Blütezeit.
Vom 16. bis ins 20. Jahrhundert war Rottweil ein wichtiger Standort der Pulverproduktion — der heutige Gewerbepark Neckartal erinnert daran. Die Rottweiler pflegen ihre reiche Vergangenheit aktiv und erhalten Traditionen wie die seit Jahrhunderten gelebte Fasnet als lebendiges Kulturerbe.
Hunderasse Rotweiler:
Als sich die Metzgerhunde im ausklingenden Mittelalter über die Stadtgrenzen Rottweils hinaus verbreiteten, kannte man sie bereits als die „Rottweiler-Hunde“. Und diesen Namen haben sie bis heute. Zwar wurden sie aus ihrem Aufgabenbereich mehr und mehr verdrängt, als der Transport von Vieh und Fleisch schließlich per Eisenbahn und anderen Fahrzeugen erfolgte. Glücklicherweise konnte sich die Rasse aber dennoch halten und wurde in der Zucht weiter vereinheitlicht.
Der Rottweiler war also ein reiner Gebrauchshund mit viel Ausdauer und einem wachsamen Charakter. Der ursprüngliche Einsatz der schwarzen Hunde zeigt ihre Nähe zu anderen Rassen, wie dem Schweizer Sennenhund.