Absurd: Warum Briten keine Fremdsprachen mehr lernen dürfen
David Lingua
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Absurd: Warum Briten keine Fremdsprachen mehr lernen dürfen
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David Lingua
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Deutsch ist an englischen Schulen fast verschwunden. Im Jahr 2003 legten noch 125.663 britische Schüler eine GCSE-Prüfung im Fach Deutsch ab. Im Sommer 2024 waren es lediglich noch 35.913. Das entspricht einem Rückgang um über siebzig Prozent, obwohl die Jahrgänge in dieser Zeit nicht kleiner geworden sind; die Gesamtzahl aller GCSE-Prüfungen ist zuletzt sogar gestiegen.
Zum Vergleich wurden im selben Jahr in Mathematik über 878.000 Prüfungen geschrieben. Bei Französisch läuft es kaum besser, und insgesamt trat im Schuljahr 2023/24 weniger als die Hälfte aller Schüler in England überhaupt zu einer Sprachprüfung an.
In der Europäischen Union lernen hingegen 97,9 Prozent aller Oberstufenschüler mindestens eine Fremdsprache. Das Land, dessen Sprache der Rest der Welt mühsam paukt, bringt seinen eigenen Jugendlichen also praktisch keine zweite Sprache mehr bei.
Die naheliegende Erklärung dafür lautet Bequemlichkeit: Wer Englisch spricht, kommt überall durch, weshalb sich niemand anstrengt. Das stimmt zwar teilweise, greift aber viel zu kurz. Denn es gibt einen zweiten Grund, über den kaum jemand redet und der in der englischen Sprache selbst steckt.
Warum bricht ausgerechnet in England der Fremdsprachenunterricht weg? Welche politische Entscheidung hat das ausgelöst? Warum ist Englisch als Muttersprache beim Sprachenlernen tatsächlich ein struktureller Nachteil? Und lässt sich dieser Trend überhaupt noch umkehren?
Für Kooperationen: business.davidlingua@gmail.com