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Wie sie die Öresundbrücke mitten im Meer mit einem Tunnel verbanden

Gebautes Deutschland – Bauwerke & Geschichte

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Wie sie die Öresundbrücke mitten im Meer mit einem Tunnel verbanden

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Gebautes Deutschland – Bauwerke & Geschichte
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Zwischen Kopenhagen und dem schwedischen Malmö lagen an der geplanten Stelle sechzehn Kilometer offene See — und zwei Hindernisse, die eine durchgehende hohe Brücke von vornherein ausschlossen. Am dänischen Ufer endet die Einflugschneise des Flughafens Kastrup fast im Wasser, und dort verläuft zugleich die tiefe Drogden-Fahrrinne, die Hauptpforte der Ostsee zum offenen Meer. Ein hoher Pylon durfte weder in die Anflugzone ragen noch die Durchfahrt der Frachter beschneiden. Also führte der Weg nicht nach oben, sondern nach unten. Aus einem einzigen Bauwerk wurden drei Teile in Reihe: eine fast acht Kilometer lange Schrägseilbrücke auf der schwedischen Seite, in der Mitte die von Hand aufgeschüttete Insel Peberholm und darunter der versenkte Drogdentunnel. Die Hochbrücke misst im Ganzen siebentausendachthundertfünfundvierzig Meter; ihre freie Durchfahrt zwischen zwei rund zweihundertvier Meter hohen Pylonen spannt etwa vierhundertneunzig Meter weit. Oben liegt die vierspurige Autobahn, darunter die zweigleisige Eisenbahn. Getragen wird fast die ganze Strecke von neunundvierzig Fachwerkträgern aus Stahl, jeder einhundertvierzig Meter lang, gefertigt von der Firma Dragados im spanischen Cádiz und paarweise auf dem offenen Meer nach Norden geschleppt. Der schwimmende Kran Svanen hob jedes dieser Teile — Lasten bis zu achttausendsiebenhundert Tonnen — zwischen die Pfeiler. Die Insel Peberholm, rund vier Kilometer lang, entstand allein aus dem ausgebaggerten Meeresgrund. Der Drogdentunnel schließlich besteht aus zwanzig abgesenkten Betonelementen von je einhundertsechsundsiebzig Metern Länge und fünfundfünfzigtausend Tonnen Gewicht, innen aufgeteilt in fünf Röhren für Bahn, Straße und Flucht. Nach mehr als hundert Jahren verworfener Pläne erlaubte ein Staatsvertrag vom dreiundzwanzigsten März neunzehnhunderteinundneunzig endlich den Bau; am sechzehnten September neunzehnhundertdreiundneunzig begannen die Arbeiten. Die Bagger stießen dabei auf sechzehn nicht gezündete Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, und ein strenger Winter legte die Baustelle tagelang still. Am vierzehnten August neunzehnhundertneunundneunzig trafen sich die beiden Hälften mitten in der Meerenge — drei Monate früher als geplant und genau auf den Punkt. Am ersten Juli zweitausend wurde die Verbindung eröffnet. Wo eine Fährfahrt einst fast eine Stunde dauerte, rollt ein Auto heute in etwa fünfzehn Minuten von Ufer zu Ufer. Und die aufgeschüttete Insel Peberholm, sich selbst überlassen, wurde nebenbei zum Rückzugsort für mehr als vierhundertfünfzig Pflanzenarten. #Öresundbrücke #Drogdentunnel #Peberholm #Öresund #Kopenhagen #Malmö #Ingenieurbau #Baugeschichte — Bild- und Videonachweise — Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0: Guy Delsaut, Øyvind Berg, Eskil Malmberg, Hajotthu, Johan Jönsson ( Julle ), Nick-D, Jonas Börje Lundin, kallerna, Alexandar Vujadinovic, Ank Kumar, Arild Vågen, Lars A, Falk2, Dicklyon, Andrzej Otrębski Wikimedia Commons, CC BY 2.0: News Oresund, Julien Menichini, Johan Wessman / News Oresund, Becks, Håkan Dahlström Videos via Pexels: Szőcs Tamás Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0: G B_NZ, Lars Plougmann, Sunny Ripert, Olga from Sweden, nikos roussos, Susanne Nilsson, David Huang, Maria Eklind Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0: Richie J G, Kopa, Holger.Ellgaard, Ala Kot, Francois Polito, Slaunger, Väsk, unbekannt, Vitold Muratov, Karrock, Fpo74, Eriknr1, Freepenguin, Mattias Hill, Jacek Lesniowski, Sendelbach ( talk ) Wikimedia Commons, CC0: unbekannt, My another account, AVDLCZ, Cristina Munteanu crisam, Ypsilon from Finland Wikimedia Commons, CC BY 4.0: Lukas Beck, Rose Abrams Wikimedia Commons, CC BY 3.0: Philaweb, Jens Cederskjold, aoiaio, Jan Hazevoet Wikimedia Commons, gemeinfrei: ReqEngineer, Albertyanks - Albert Jankowski Wikimedia Commons, Attribution: User:EPO