Wie war die EISZEIT wirklich? | Die KOMPLETTE Eiszeit-Dokumentation
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Wie war die EISZEIT wirklich? | Die KOMPLETTE Eiszeit-Dokumentation
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Bis zu drei Kilometer Eis, ein Meeresspiegel hundertzwanzig Meter tiefer und ein Mastodon mit einer Knochenspitze in der Rippe: So beginnt die Spurensuche durch die letzte Eiszeit. Sie führt über die Mammutsteppe, das trockene Doggerland und die gewaltige Landbrücke Beringia bis nach Amerika und Australien. Wollhaarmammut (Mammuthus primigenius), Amerikanisches Mastodon (Mammut americanum), Säbelzahnkatze (Smilodon populator) und Riesenfaultier (Megatherium) zeigen, wie gut Großtiere an Kälte angepasst waren. Auch Neandertaler (Homo neanderthalensis) und Homo sapiens behaupteten sich mit Kleidung, Lampen und dauerhaften Lagern in dieser Welt.
Warum überstanden diese Tierlinien frühere Kältezyklen, aber nicht den letzten? Fossilien, alte DNA, menschliche Fußspuren und die Mammuts der Wrangelinsel liefern ein überraschend geschlossenes Indizienbild. Die Erwärmung zerlegte riesige Weidegebiete in isolierte Grasinseln; zugleich erreichten hochmobile Jäger Kontinente, deren Großtiere Menschen kaum kannten. Der Vergleich zwischen Amerika, Australien, Afrika und Wrangel zeigt, was das Klima erklären kann, wo menschlicher Jagddruck den Ausschlag gab und weshalb das Ende der Eiszeit weit mehr war als das Ende der Kälte.
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Sources:
Michael R. Waters et al. — Pre-Clovis Mastodon Hunting 13,800 Years Ago at the Manis Site, Washington (Science, 2011): Belegt Alter und Beschaffenheit der Mastodon-Knochenspitze aus der Manis-Rippe.
Jessica E. Tierney et al. — Glacial cooling and climate sensitivity revisited (Nature, 2020): Rekonstruiert die globale Abkühlung während des Letzten Glazialen Maximums.