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Glocken der kath. Pfarrkirche St. Norbert in Waldbrunn

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Glocken der kath. Pfarrkirche St. Norbert in Waldbrunn

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Fünf Glocken erklingen vom Turm der katholischen Pfarrkirche Sankt Norbert in der einige Kilometer südwestlich von Würzburg gelegenen Gemeinde Waldbrunn. Sein erstes Geläute erhielt das Gotteshaus wohl zu dessen Weihe im Jahr 1888 - heute ist jedoch keine Glocke mehr aus dieser Zusammenstellung vorhanden. Nur wenige Jahrzehnte später wurden während des Ersten und Zweiten Weltkrieges - wie es fast überall geschah - die auf den Kirchtürmen vorhandenen Glocke zwangsweise eingeschmolzen, um in der Rüstungsindustrie Verwendung zu finden. Die noch recht jungen Waldbrunner Glocken ereilte dieses Schicksal ziemlich schnell - nach Kriegsende befand sich wohl lediglich noch eine kleine Läuteglocke, deren Verbleib heute unklar ist, auf dem Turm. Mit dem Ziel möglichst bald wieder mit einem würdigen Glockengeläute zu den Gottesdiensten rufen zu können, vergab man 1949 den Auftrag zum Guss von vier Glocken für die Pfarrkirche an die Erdinger Glockengießerei. Karl Czudnochowsky fertigte ein durchschnittlich gelungenes Geläute, welches zunächst in einem Stahlglockenstuhl montiert wurde. Für das Leichenhaus auf dem Waldbrunner Friedhof folgte 1970 nochmals eine kleine Glocke, welche in einer etwas schwereren Rippe gegossen wurde, als das Geläute der Kirche im Ort. Vor einigen Jahren wurde schließlich im Zuge der Sanierung des Geläutes (Einbau eines Glockenstuhles aus Eichenholz, Umhängen der Glocken an Holzjoche) auch die kleine Leichenhausglocke mit der Aufschrift "Meine Zeit steht in deinen Händen" integriert. Sie bereichert das Geläute durch ihre Klangfülle und verleiht durch den Halbtonschritt zwischen den beiden kleinen Glocken im Zusammenklang eine feierlich-singfreudige Note. Gl. 1 | Christusglocke | fis' | 1080 mm | 599 kg | Karl Czudnochowsky, Erding (1949) Gl. 2 | Marienglocke | a' | 893 mm | 340 kg | Karl Czudnochowsky, Erding (1949) Gl. 3 | Norbertusglocke | h' | 800 mm | 256 kg | Karl Czudnochowsky, Erding (1949) Gl. 4 | Kiliansglocke | cis'' | 710 mm | 174 kg | Karl Czudnochowsky, Erding (1949) Gl. 5 | Leichenhausglocke | d'' | 675 mm | 177 kg | Karl Czudnochowsky, Erding (1970) Die kath. Pfarrkirche Sankt Norbert in Waldbrunn wurde 1888 nach einer großzügigen Stiftung des Königlichen Posthalters Heinrich Horn und durch den Ertrag einer Landeskollekte im neugotischen Stil errichtet, wie eine Inschrift über dem Eingangsportal berichtet. Der 1890 durch den Würzburger Künstler Driesler erbaute Flügelaltar im Chorraum ist das wohl bedeutsamste Ausstattungsstück des Gotteshauses und bildet auch dessen Zentrum. In der Mitte des Altarbildes thront Christus, welcher die goldene Weltkugel in seiner Hand hält. Eine Reliquie des Kirchenpatrones Norbert von Xanten, Gründer des nahegelegenen Klosters Oberzell - welches eng mit der Ortsgeschichte verbunden ist - ist im Altar eingesetzt. Zum Videoprogramm: Zunächst erfolgt eine Führung durch die Kirche, während im Hintergrund ein Eindruck des Geläutes von außen zu hören ist. Anschließend erklingen die Glocken im Einzelnen. Es beginnt die ehem. Leichenhausglocke bei 01:50, anschließend folgen Kilian ab 02:45, Norbertus bei 03:35, Maria ab 04:15 und die große Christusglocke bei 04:55. Zum Abschluss wird ab 05:55 ein Eindruck in das feierliche Geläute aller Glocken gegeben. Danken möchte ich Herrn Sauer für die freundliche Ermöglichung und Herrn Pfarrer Jelonek für die Genehmigung der Aufnahme.