Tutorial: Schulterblatt-Mobilisation kombiniert mit Massage, Faszienarbeit & Physiotherapie - Teil 2
Ulf Pape Meister-Tutorials: Massage, Osteopathie
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Tutorial: Schulterblatt-Mobilisation kombiniert mit Massage, Faszienarbeit & Physiotherapie - Teil 2
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Ulf Pape: https://www.relaxing-art.de/
Dieses Tutorial ist der zweite Teil zur Mobilisation des Schulterblattes in Bauchlage.Der kurze Lehrfilm richtet sich an Masseure bzw. Massage-, Physio- und Ergotherapeuten, an Osteopathen und Orthopäden, Heilpraktiker und Personaltrainer. Die Behandlungsfinesse steht im Fokus. Auch auf Trainingstipps wird eingegangen. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem Osteopathen Torsten Feller.
Das Schultergelenk und die Scapula besitzt äusserst komplexe Bewegungsmöglichkeiten, mehr als jedes andere Gelenk unseres Körpers. In differenzialdiagnostischen Untersuchungen (lokale Verletzungen ausgenommen) von Schulterschmerzen und/oder Bewegungseinschränkungen der Schulter sollte der Therapeut prinzipiell das Schultergelenk in Relation zum zervikobrachialen Komplex der Brustwirbelsäule zum Schulterblatt und zu den Rippen untersuchen.
Viele Bewegungseinschränkungen der Schulter sind auch durch eine Fehlstellung des Schlüsselbeins bedingt. Zu berücksichtigen ist, dass viele Personen die Bewegungsmöglichkeiten der Schulter oft nicht ausschöpfen und dass viele Muskeln vorwiegend zur Stabilitätswahrung (meist in Fehlhaltungen) genutzt werden.
Tonische Überbelastung: Die tonisch überlastete Muskulatur verhärtet und führt dauerhaft zu Bewegungseinschränkungen. Latente und aktive Triggerpunkte tragen oft dazu bei, dass sich die Situation verschlechtert.
Behandlungsaspekte:
Mobilisation
Myofasziale Dehnungen
Traktionen
Massage der verhärteten Muskulatur
Faszienarbeit
Triggerpunktbehandlung
Integration aktiver Bewegungselemente
Akupressur, manuelle/osteopathische Techniken
aktive komplexe Bewegungsübungen
Das Schulterblatt (lateinisch die Scapula) bildet beim Menschen den hinteren, bei Tieren den oberen Teil des knöchernen Schultergürtels. Es handelt sich beim Menschen und den übrigen Säugetieren um einen platten, dreieckigen Knochen.
Wichtige anatomische Details:
Die Rückenfläche (Facies dorsalis) des Schulterblatts wird durch die Schulterblattgräte (Spina scapulae) in zwei Gruben unterteilt: die kleinere Fossa supraspinata und die größere Fossa infraspinata. In der Fossa supraspinata liegt der Ursprung des gleichnamigen Musculus supraspinatus. Die unterhalb der Spina gelegene Fossa infraspinata wird zum größten Teil vom Musculus infraspinatus bedeckt, der in den zur Mitte gelegenen zwei Dritteln der Grube seinen Ursprung hat. Seitlich davon liegt der Ursprung des Musculus teres major und des Musculus teres minor.
Die bauchseitige, den Rippen zugewandte Fläche (Facies ventralis bzw. costalis) des Schulterblatts zeigt eine ausgedehnte konkave Grube, die Fossa subscapularis. Die zur Mitte hin gelegenen zwei Drittel dieser Grube werden durch schräg verlaufende Knochenkämme bestimmt, die dem Ursprung des Musculus subscapularis dienen. Die Fossa subscapularis wird am unteren (Angulus inferior) und oberen Schulterblattwinkel (Angulus superior, Syn. Angulus medialis) durch glatte dreieckige Areale vom Innenrand (Margo medialis) getrennt.
Der obere Rand (Margo superior) ist beim Menschen der kürzeste Rand des Schulterblatts. Er verläuft vom Angulus superior bis zur Basis des Processus coracoideus (lat.: Rabenschnabelfortsatz). Bei Tieren ist er dagegen deutlich länger und zeigt nach vorn, weshalb er als Vorderrand (Margo cranialis) bezeichnet wird. An der Margo superior/cranialis liegt der deutliche Schulterblatteinschnitt (Incisura scapulae), der beim Menschen von einem Band – dem Ligamentum transversum scapulae superius – überspannt wird. Durch diesen Einschnitt zieht der Nervus suprascapularis. Der angrenzende Teil der Margo superior dient als Ansatz des Musculus omohyoideus.
Der seitliche Rand (Margo lateralis) ist von allen drei Rändern des Schulterblatts am massivsten. Er beginnt am Unterrand der Gelenkfläche des Schulterblatts (Cavitas glenoidalis) und endet am unteren Schulterblattwinkel (Angulus inferior). Direkt unterhalb der Cavitas glenoidalis liegt eine kleine raue Erhebung, das Tuberculum infraglenoidale. Hier hat der lange Kopf (Caput longum) des Musculus triceps brachii seinen Ursprung.
Die zur Körpermitte bzw. Wirbelsäule gelegene Margo medialis ist beim Menschen der längste Rand des Schulterblatts. Sie zieht vom Angulus medialis zum Angulus inferior. Bei Tieren ist sie dem Rücken zugewandt (Margo dorsalis) und der kürzeste der drei Ränder.
Der obere Schulterblattwinkel (Angulus superior, Syn. Angulus medialis) entsteht durch das Zusammentreffen von Margo medialis und Margo superior. Er ist dünn, glatt und abgerundet und dient einigen Faserzügen des Musculus levator scapulae als Ansatz.
Der untere Schulterblattwinkel (Angulus inferior) entsteht durch das Zusammentreffen von Margo medialis und Margo lateralis. Er ist dick und rau. Seine rückenseitige Fläche dient als Ursprung für den Musculus teres major und einige Faserzüge des Musculus latissimus dorsi.
Der seitliche Schulterblattwinkel (Angulus lateralis) ist der massivste Teil des Schulterblatts ...