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Gleschendorf: Feldsteinkirche Einzel- und Vollgeläute (Innenaufnahme)

Pulsglocke

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Gleschendorf: Feldsteinkirche Einzel- und Vollgeläute (Innenaufnahme)

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Pulsglocke
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Disposition: es'-f'-ces'' Ablauf: 0:00 Bilder der Kirche 2:15 Bilder der Glocken 3:56 Glocke 3 - ces'' 5:53 Glocke 2 - f' 7:59 Glocke 1 - es' 10:08 Vollgeläute Die erste Aufzeichnung einer Kirche stammt aus dem Jahre 1259. Leider verbrannte das gesamte Kirchenarchiv bei einem Brand im Jahre 1560. Dadurch sind keine Angaben über den Bau der Kirche mehr zu finden. Es wird allerdings angenommen das man bereits vor dem Jahre 1200 mit dem Bau einer Kirche begonnen hat. Als Mörtel wurde Kalk aus Segeberg verwendet. die Äußeren Mauern sind 2-2,75 Meter dick. Der gesamte Turm hat eine Höhe von 38 Metern. Der untere, viereckige Teil ist bereits 11 Meter hoch. Die gesamte Kirche, sowohl das Innere als auch das Äußere, steht seit 1968 unter Denkmalschutz. Im Jahre 1863 mussten leider Kirchenschiff und Chor wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. Dabei wurde 1864 die Apsis ohne Chorraum direkt an das Kirchenschiff angebaut. Ebenfalls wurden eine neue Kanzel, Chorbogen und Empore eingebaut. Die Kirche hat heute eine Länge von 29,29 Meter (innen) und 35 Meter (außen). Das Kirchenschiff alleine ist 21,04 Meter lang und 11,7 Meter lang und aus Ziegeln gebaut. 1929 wurde es nötig das Innere der Kirche komplett zu erneuern. Die Kirche erstrahlte in völlig neuer Farbe. Die Renovierung war fertig zur Feier der ersten goldenen Konfirmation am 21.07.1929. Bei einer weiteren Kirchenrenovierung im Jahre 1951 verschwanden die seit 1921 aufgehängten Kriegsgedenktafeln des 1. Weltkrieges. Heute findet man einen Gedenkplatz im Turmraum. Die Zeichnungen an der Empore wurden im Jahre 1975/76 vom Kunstmaler Dieter Wien aus Woltersmühlen gemalt. Es soll die Vielfalt göttlicher Schöpfung durch Bilder einheimischer Heilpflanzen und Vögel darstellen. Das Taufbecken ist das älteste Stück der Einrichtung. Es besteht aus gotländischem Kalkstein. Die heutige Orgel der Kirche wurde durch Spenden aus der gesamten Kirchengemeinde finanziert. Sie wurde von der Firma Bruhn & Sohn aus Dänemark gebaut. Die 3 Glocken der Kirche stammen aus den Jahren 1563 und 1611. 1720 wurde ein Schlagwerk eingebaut mit einer Glocke von Lorenz Strahlborn. 1907 wurde eine neue Turmuhr angeschafft. 1940 musste diese Uhrglocke abgegeben werden. Sie kehrte nie wieder zurück. 1953 wurde sie durch eine Glocke aus Stahl ersetzt. 1956 wurde die große Glocke repariert und von der Firma Willert aufgehängt. Im Jahre 1968 entschied man sich dann dazu einen neuen Glockenstuhl zu errichten. Ein Jahr zuvor sollte das Feldsteinmauerwerk am unteren Teil des Turmes saniert werden. Dabei wurde Spritzbeton mit Pressluft in das Mauerwerk gedrückt. Dieser Eingriff stellte sich allerdings als Katastrophe dar. Durch gefangene Salzkristalle und Feuchtigkeit sprangen teilweise Steine aus der Mauer. 1991 lies man das Schindeldach erneuern. Leider befestigte man diese mit zu kurzen Nägeln, weshalb diese kurze Zeit später herunterfielen. Man entschied sich 1998 dazu den kompletten Turm von Grund auf zu Sanieren. 2004 wurde das Baugerüst entfernt und die Sanierung war endlich abgeschlossen. Die Glocken: Glocke 1: Schlagton: es'+5 Durchmesser: 115,8cm Gewicht: ≈790kg Gussjahr: 1563 (Matthias Benning) Inschrift und Verzierungen: Die Henkel der Krone bestehen aus bärtigen Mannsköpfen. Um die Schulter herum verläuft ein Fries bestehend aus Engeln und Arabesken. Darunter verläuft die Inschrift: "f ANNO 1563 f MATTIS BENNINCK f ME f FECIT + VERBVM DNI MANET IN ÆTERNUM." Glocke 2: Schlagton: f'+9 Durchmesser: 100,5cm Gewicht: 670kg Gussjahr: 1563 (Matthias Benning) Inschrift und Verzierungen: Der Fries um die Schulter herum ist derselbe wie bei Glocke 1. Die Inschrift dieser Glocke lautet: "ANNO 1563 GOET MI MATTIS BENNINCK + DE FRVCHT DES HEREN f IS DER WISHEIT ANFANCK f" Glocke 3: Schlagton: ces''+7 Durchmesser: 78,9cm Gewicht: ≈220kg Gussjahr: 1611 (Reinhold Benning) Inschrift und Verzierungen: Die Henkel der Krone sind wie bei den anderen Glocken ebenfalls mit bärtigen Mannsköpfen geschmückt. Auch an dieser Glocke verläuft ein Fries um die Schulter herum, hier ist es allerdings nur ein schmaler Blattfries. Darunter verlaufen zwei Inschriften untereinander. Die obere lautet: "IOHANNES PAGELSEN PASTOR CASTEN EGGESTEN VND TIES KASKE VORSTENDER DER KERKEN THO GLESKEN". Die untere lautet: "DORP REINHOLD BENNING ME FECIT LVBECA ANNO 1611". Zwischen den Inschriften verlaufen zwei Reifen rundherum. (Glocke 4): Über die heutige Uhrschlagglocke ist mir nichts bekannt, außer das sie 1953 gegossen wurde. Allerdings ist die Inschrift der ehemaligen Uhrschlagglocke von 1720 erhalten. Sie lautete: "ANNO 1720 LAWRENTIUS STRAHLBORN ME FECIT LUBECAE SOLI DEO GLORIA". Quellen: Lübecker Glockenkunde, sowie der Kirchenflyer. Geläuteinventarisation am 11.07.2022 Vielen Dank an Ben für diesen schönen letzten Tag und an Björn Severin für die sehr nette Begleitung und Unterstützung!