WIENERHERBERG (A-BL) Glocken der Kirche St. Georg
Josefglocke
0:00 / 0:00
WIENERHERBERG (A-BL) Glocken der Kirche St. Georg
161 просмотр · 11 ч назад
Josefglocke
641 подписчик
161 просмотр · 11 ч назад
Es läuten die Glocken der Kirche zum Hl. Georg in Wienerherberg.
Die Filialkirche zum hl. Georg in Wienerherberg ist eine historische Wehrkirche mit gotischem Kern aus dem 15. Jahrhundert, die im 18. Jahrhundert barockisiert wurde. Äußerst markant sind der vorgestellte Westturm mit seinem spitz behelmten Dach und der Blechfigur des hl. Georg sowie der nördliche Seitenschiffanbau von 1727/1728. Im zweischiffigen Inneren prägen Kreuzgrat- und Zellengewölbe sowie eine wertvolle historische Ausstattung den Raum: Dazu gehören ein um 1802 aus dem Wiener Trattnerhof transferierter Hochaltar mit einem Altarbild des hl. Georg von Franz Anton Maulbertsch, ein barocker Seitenaltar mit einer historischen Ortsansicht von Wienerherberg, eine Hängekanzel aus dem 18. Jahrhundert sowie großformatige Leinwandbilder aus der Schule von Daniel Gran. Komplettiert wird das Ensemble durch eine Orgel von Franz Ullmann aus dem Jahr 1866 und ein 2024 errichtetes Denkmal für den Revolutionspfarrer Franz Guschl im Kirchhof.
Das Geläute besteht aus drei Glocken die in einer simplen Stahlkonstruktion hängen. Die beiden kleineren Glocken wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von Pfundner in Wien gegossen, hängen an leicht gekröpften Jochen und werden mit Patentklöppeln geläutet. Die große Glocke wurde von Joachim Groß gegossen und hängt an einem geraden, aufgrund des massiven Holzstücks zwischen Krone und Joch fast schon unterstellten Stahljoch. Augenscheinlich wurde beabsichtigt eine große Glocke gießen zu lassen, wozu es aber nie kam. Vor einigere Zeit wurde die Pfundner-Pax-Steuerung durch eine moderne, elektronische Steuerung ersetzt, die, wie man unschwer erkennen kann, einige Probleme hat. Abgesehen vom unnötigen und absolut unpassenden Gegengewichtsklöppel der größten Glocke, läutet diese für die vorhandenen Armaturen viel zu hoch, gleichzeitig ist die Bremse defekt. Glocke 2 schwingt mit zunehmender Läutedauer immer höher, auch bei dieser funktioniert die Bremse nicht. Die kleinste Glocke schlägt während des Läutens gegen das Motorritzel, das auf der Glocke bereits eine Kerbe hinterlassen hat.
Glocke 1
Name: Georgs- und Christusglocke
Schlagton: d“
Gewicht: 220 kg
Durchmesser: 72 cm
Inschrift (Wörter jeweils durch Reliefs einer Rose getrennt):
IOACHIM GROSS GOS MICH IN WIENN ANNO 1689
Abbildungen: Christus am Kreuz, Hl. Georg
Glocke 2
Name: Schutzengel- und Gefallenenglocke
Schlagton: e“
Gewicht: 193.4 kg
Durchmesser: 65 cm
Inschrift:
UNSEREN GEFALLENEN DER ZWEI WELTKRIEGE 1914-1918 U. 1939-1945 + IM LEBEN UND IM TODE NICHT GETRENNT +
WIENER HERBERG 1959 +
Abbildungen: Schutzengel
Glocke 3
Name: Antoniusglocke
Schlagton: g“
Gewicht: 104.9 kg
Durchmesser: 54 cm
Inschrift:
GEWIDMET VON ANTON UND ROSALIA TEIZER +
WIENER HERBERG 4. (sic!) +
Abbildungen: Hl. Antonius von Padua
Gießer & Gussjahr:
1 – Joachim Groß, Wien 1689
2/3 – Josef Pfundner, Wien 1959
Ich bedanke mich bei der Pfarre Gramatneusiedl, insbesondere bei Fr. Redl, für die Ermöglichung der Aufnahme, sowie bei @kirchenglockentv für die Organisation.
________________
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrki...
Dr. Wernisch, Jörg: Glockenverzeichnis von Österreich