13 unverzichtbare Survival-Tools, die du EINLAGERN solltest, bevor es alle anderen tun
AG Grauzone
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13 unverzichtbare Survival-Tools, die du EINLAGERN solltest, bevor es alle anderen tun
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AG Grauzone
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Ich stand an einem Dienstagmorgen am Tresen meines Eisenwarenhändlers, bei dem ich seit dreißig Jahren einkaufe. Nicht vorne im Baumarkt, sondern hinten am Handwerkertresen. Draußen im Umland hatte ein Sturmtief seit anderthalb Tagen die Leitungen unten. Er hat mir meine Schrauben hingelegt und gesagt, ich solle mir auf dem Weg raus einmal die Regale ansehen.
Die Stirnlampen: weg. Die Brecheisen: weg. Die Bügelsägen: weg. Die einfachen Handdosenöffner, dieses kleine Ding für wenige Euro neben den Schraubzwingen: weg. Was noch dastand, waren die Akkuschrauber für dreihundert Euro und die Stromerzeuger auf der Palette, mit Staub obendrauf.
Die Leute, die an dem Morgen durch die Tür kamen, waren nicht die Ahnungslosen. Die Ahnungslosen saßen zu Hause im Dunkeln und warteten, dass das Licht von selbst wieder angeht. Die im Laden waren die Halbfertigen — die mit Wasser im Keller, Konserven im Regal und einem Gaskocher in der Schublade, die nach anderthalb Tagen auf genau die eine Sache gestoßen waren, von der sie angenommen hatten, man könne sie irgendwie umgehen.
Ich bin Werner Falk, Schlossermeister, vierzig Jahre im Handwerk. Ich verkaufe kein Werkzeug: kein Laden, kein Onlineshop, kein Vertrag mit irgendeiner Marke. Ich benutze Werkzeug, jeden Tag, bis es kaputtgeht oder bis ich es weitergebe. Das ist der Unterschied zwischen dieser Liste und den meisten, die Sie zu dem Thema finden. Die anderen sagen Ihnen, was man kaufen kann. Ich sage Ihnen, was hält, wenn man sich draufstützt.
Der Filter, an dem Sie mich messen können, und er gilt für jedes einzelne Stück: Es muss vollständig ohne Strom funktionieren. Es muss mindestens drei verschiedene Probleme lösen, nicht ein einziges enges. Und es muss weniger kosten als ein Abendessen zu zweit.
Dreizehn: der Handdosenöffner mit geschweißtem Getriebe — warum der genietete sich locker arbeitet und das Rad anfängt zu rutschen · Zwölf: die Stirnlampe, die keine von zwei Händen wegnimmt, mit Lithium statt Alkali · Elf: das Multiwerkzeug, und die Viertelstunde, die drei Schubladen kosten · Zehn: die eiserne Pfanne, die auf jeder Wärmequelle arbeitet, die es gibt, und im kalten Zimmer noch eine Stunde heizt · Neun: der Edelstahlkanister — und die zwanzig Liter pro Person, mit denen das Bundesamt für Bevölkerungsschutz rechnet · Acht: die Bügelsäge, die weiterarbeitet, wenn der Kanister der Kettensäge leer ist · Sieben: die Spaltaxt, und warum das Kopfgewicht mehr entscheidet als der Preis · Sechs: Faltpanel und Powerbank — mit der Ansage, was das NICHT leistet, und was im deutschen Dezember davon übrig bleibt · Fünf: der Hobokocher, der eine Mahlzeit mit einer Handvoll Zweigen heiß macht · Vier: die Nähahle, das übersehenste Werkzeug der Liste · Drei: der Feuerstahl, der nach Jahrzehnten in der Kiste noch Funken wirft · Zwei: das Kurbelradio — und die Angabe, bei der ein übersetzter Ratgeber Sie ins Leere laufen lässt · Eins: das Brecheisen, das einzige auf dieser Liste, das Ihnen Zugang verschafft.
Zwei Dinge, die ich offenlege. Die amerikanische Vorlage hatte fünfzehn Werkzeuge; zwei davon habe ich mit ihrem eigenen Filter rausgeworfen, weil sie ein Vielfaches vom Abendessen kosten und eines davon genau eine Aufgabe löst. Deswegen dreizehn. Und was bei einer Lage zuerst aus den Regalen verschwindet, sind nicht die teuren Sachen — es sind die zwischen fünfzehn und vierzig Euro. Über zwanzig Euro denkt nachts um elf bei Sturmwarnung niemand nach. Der Stromerzeuger für vierhundert bleibt genau deshalb stehen.
Ende November 2005 hat es im Münsterland gefrierenden Regen gegeben. Der Eispanzer wurde so schwer, dass zweiundachtzig Strommasten eingeknickt sind. Bis zu 250.000 Menschen ohne Strom, manche Haushalte an die fünfzig Stunden am Stück, und vier Tage nach dem letzten Schnee hingen immer noch nicht alle wieder am Netz. Kein Erdbeben, kein Krieg. Regen, der gefroren ist. Und was den Leuten dort gefehlt hat, war meistens kein Essen — es war das Werkzeug, um an das Essen heranzukommen, es warm zu machen und nachts die Hände frei zu haben.
Mein eigentlicher Rat steht am Ende des Videos und ist der unspektakulärste: nicht alles auf einmal. Eins im Monat, dreizehn Monate, und die Sache ist erledigt, bevor irgendjemand anders im Laden steht.
Schreiben Sie mir ein Wort in die Kommentare: Dosenöffner, Ahle oder Brecheisen. Das von den dreien, bei dem Sie beim Zuhören gemerkt haben, dass es bei Ihnen zu Hause fehlt. Nur das Wort — keine Adresse, keine Uhrzeit und nicht, wann Sie arbeiten. Das geht niemanden etwas an außer Sie.
Passen Sie mir auf Ihr Haus auf.
Werner Falk
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