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Leben als Kinder Gottes | Kapitel 6: Die Gesinnung Christi.

Gemeinde Jesu Christi

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Diese Botschaft gliedern wir über folgende Kapitel: 1. Nicht nur handeln wie Christus – sondern denken und empfinden wie Christus. 2. Was bedeutet die Gesinnung Christi? 3. Die Gesinnung Christi beginnt bei seiner Beziehung zum Vater. 4. Die Gesinnung Christi ist eine Gesinnung der Demut. 5. Die Gesinnung Christi zeigt sich im Dienen. 6. Die Gesinnung Christi im Umgang mit Ungerechtigkeit. 7. Die Gesinnung Christi ist Gehorsam gegenüber dem Vater. 8. Wie gewinnt die Gesinnung Christi in uns Gestalt? 9. Die Gesinnung Christi zeigt sich im ganz gewöhnlichen Alltag. 10. Schlussgedanke – Bis Christus in uns Gestalt gewinnt. 1. Nicht nur handeln wie Christus – sondern denken und empfinden wie Christus. In unserer Serie „Leben als Kinder Gottes – unsere himmlische Berufung“ haben wir inzwischen einen wichtigen Weg miteinander zurückgelegt. Wir haben gesehen, was es bedeutet, aus Gott geboren zu sein. Wir haben unsere Sohnschaft betrachtet, unsere Stellung als Kinder und Erben Gottes Und unsere Verantwortung als Glieder des Leibes des Christus. Wir haben erkannt, dass unser himmlischer Vater uns erzieht und formt. Und zuletzt haben wir darüber gesprochen, was es bedeutet, im Geist und nicht im Fleisch zu leben. Heute gehen wir einen entscheidenden Schritt weiter. Denn wenn wir im Geist wandeln, stellt sich die Frage: Was möchte der Geist Gottes eigentlich in uns hervorbringen? Was ist das Ziel seines Wirkens an unserem inneren Menschen? Die Antwort lautet: Das Wesen und die Gesinnung des Herrn Jesus Christus. Der Apostel Paulus schreibt: Philipper 2,5 „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war.“ Dieser Satz geht weit über die Aufforderung hinaus, lediglich so zu handeln, wie der Herr Jesus gehandelt hat. Paulus sagt nicht nur: Tut, was Christus getan hat. Er sagt: Seid so gesinnt, wie Christus gesinnt war. Damit geht es um unser Denken, unsere innere Haltung, unsere Beweggründe, unsere Reaktionen, unser Verhältnis zu unserem himmlischen Vater und unseren Umgang miteinander. Es geht letztlich um die Frage: Welche Gesinnung bestimmt unser inneres Leben? Unser Verhalten ist nämlich die sichtbare Frucht dessen, was zuvor in unserem Herzen und Denken vorhanden ist. Darum möchte Gott nicht nur unser äußeres Tun verändern. Er möchte unser Denken erneuern und unseren inneren Menschen nach dem Bild seines geliebten Sohnes formen. 2. Was bedeutet die Gesinnung Christi? Wenn der Apostel Paulus schreibt: „Ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war“, verwendet er das griechische Wort phroneō. Dieses Wort bezeichnet nicht nur einzelne Gedanken. Es beschreibt vielmehr eine Denkweise, eine innere Haltung und Ausrichtung. Es geht darum, wie wir uns selbst sehen, wie wir andere Menschen betrachten, wie wir unsere Lebensumstände beurteilen und vor allem, wie wir gegenüber unserem himmlischen Vater eingestellt sind. Gerade deshalb ist die Gesinnung so entscheidend. Zwei Menschen können äußerlich genau dasselbe tun und dennoch völlig unterschiedliche Beweggründe haben. Ein Mensch kann dienen, weil er Anerkennung sucht; ein anderer dient aus Liebe. Jemand kann großzügig geben, damit Menschen ihn dafür bewundern; ein anderer gibt, weil ihm die Not seines Nächsten wirklich am Herzen liegt. Man kann schweigen, weil man innerlich beleidigt ist, oder man kann schweigen, weil man Frieden bewahren und eine Situation nicht weiter verschärfen möchte. Gott sieht deshalb nicht nur unsere Handlung. Er sieht die Gesinnung dahinter. Genau dort möchte er uns verändern. Darum schreibt der Apostel Paulus: Römer 12,2 „Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes.“ Christusähnlichkeit beginnt also nicht zuerst bei unseren Händen, sondern in unserem Denken. Bevor unser Verhalten dauerhaft verändert werden kann, muss unsere Gesinnung erneuert werden. 3. Die Gesinnung Christi beginnt bei seiner Beziehung zum Vater. Wenn wir verstehen möchten, wie der Herr Jesus gesinnt war, müssen wir zuerst auf seine Beziehung zu seinem Vater schauen. Denn hier liegt die Quelle seines ganzen Lebens. Der Herr Jesus lebte niemals für sich selbst. Sein ganzes Denken, Reden und Handeln war auf seinen Vater ausgerichtet. Er sagte: Johannes 5,30 „Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie ich höre, so richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat.“ Hier begegnet uns einer der tiefsten Wesenszüge der Gesinnung Christi: Er suchte nicht seinen eigenen Willen. Der Herr Jesus lebte nicht aus der Frage heraus: Was möchte ich? Was bringt mir etwas? Was ist für mich angenehm? Sein Leben war von einer anderen Frage bestimmt: Was möchte mein Vater? Das ist die Gesinnung eines Sohnes.