Digitaler TestDaF − Hören − Aufgabentyp 6 − Weltraumtourismus
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AUFGABE:
Frage 1: Wie beginnt der Vortrag?
a) Mit einer wissenschaftlichen Definition des Weltraums
b) Mit einem historischen Rückblick auf frühe Weltraumflüge
c) Mit einem Vergleich zwischen Astronauten und Touristen
d) Mit einer Beschreibung der Erdumlaufbahn
Frage 2: Der erste Weltraumtourist …
a) flog zur Internationalen Raumstation.
b) war Mitarbeiter von NASA und SpaceX.
c) nahm an einem kostenlosen Testflug teil.
d) war Teilnehmer einer Marsmission.
Frage 3: Laut Vortrag bestehen ökologische Bedenken, weil …
a) die Raketen Starts in bewohnten Gebieten gefährden.
b) die ausgestoßenen Partikel in der Atmosphäre besonders schädlich sind.
c) die Zahl der Flüge schon jetzt mit dem weltweiten Flugverkehr vergleichbar ist.
d) Raumstationen den Sauerstoffanteil der Luft verringern.
Frage 4: Befürworter sehen im Weltraumtourismus vor allem …
a) ein Risiko für die Gesundheit der Reisenden.
b) eine kurzfristige Einnahmequelle für Regierungen.
c) eine Chance für technische Innovationen.
d) eine Entlastung des Flugverkehrs auf der Erde.
Frage 5: Die zentrale Aussage des Vortrags ist, dass …
a) der Weltraumtourismus schon heute für alle zugänglich ist.
b) Risiken bestehen, die Entwicklung aber langfristig Chancen bietet.
c) Weltraumtourismus keine Zukunft haben wird.
d) nur reiche Menschen Interesse an Weltraumreisen haben.
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LÖSUNG:
1. b
2. a
3. b
4. c
5. b
TRANSKRIPT:
Vor wenigen Jahrzehnten war der Weltraum ein Ort, den nur Astronautinnen und Astronauten betreten konnten. Heute dagegen sprechen Unternehmen wie SpaceX, Blue Origin und Virgin Galactic von einem neuen Zeitalter der privaten Raumfahrt. Doch was genau bedeutet Weltraumtourismus eigentlich – und welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?
Die ersten touristischen Flüge ins All fanden bereits Anfang der 2000er-Jahre statt, als der US-Amerikaner Dennis Tito als zahlender Passagier zur Internationalen Raumstation reiste. Sein Flug kostete rund 20 Millionen Dollar – damals ein astronomischer Preis. Seitdem hat sich die Technik rasant weiterentwickelt. Neue Raketen sind wiederverwendbar, leichter steuerbar und damit erheblich günstiger. Für Kurzflüge bis an den Rand des Alls werden heute Preise ab etwa 250 000 Dollar genannt, was zumindest für sehr wohlhabende Privatpersonen erschwinglich ist.
Das Ziel der Firmen ist klar: Der Weltraum soll zu einem kommerziellen Erlebnis werden. Bei den aktuellen Konzepten dauert ein Flug nur wenige Minuten. Die Passagiere erleben Schwerelosigkeit, sehen die Erdkrümmung und kehren dann wieder zurück. Für viele klingt das nach einem Traum – aber die Umsetzung ist komplizierter, als es scheint. Jede Mission erfordert exakte Sicherheitsvorkehrungen, medizinische Checks und ein hochqualifiziertes Personal. Schon kleinste Fehlfunktionen können lebensgefährlich sein.
Hinzu kommen ökologische Bedenken. Die Raketen stoßen große Mengen CO₂ und Rußpartikel aus, die in oberen Atmosphärenschichten besonders schädlich sind. Einige Wissenschaftler warnen, dass eine Zunahme privater Flüge den Klimawandel sogar beschleunigen könnte. Andere argumentieren, dass der Anteil solcher Starts im Vergleich zum globalen Flugverkehr derzeit noch sehr gering sei und die Auswirkungen deshalb moderat blieben.
Trotz dieser Kritik sehen Befürworter des Weltraumtourismus in der neuen Branche ein enormes Innovationspotenzial. Viele technische Entwicklungen, etwa bei leichten Materialien oder Antriebssystemen, könnten auch der Luftfahrt oder sogar der Medizintechnik zugutekommen. Zudem eröffnet sich eine neue Forschungsdimension: Weltraumhotels oder längere Aufenthalte könnten als Testumgebungen dienen, um das Leben unter Schwerelosigkeit besser zu verstehen.
Letztlich steht hinter all dem die alte Faszination des Menschen, neue Räume zu entdecken. Der Traum, die Erde von oben zu sehen, ist tief im menschlichen Bewusstsein verankert. Kritiker befürchten zwar, dass Weltraumreisen bald zum Statussymbol einer reichen Minderheit werden. Befürworter betonen dagegen, dass jede Pionierphase teuer beginnt – so war es auch mit Autos und Flugzeugen. Mit zunehmender technischer Reife könnten sich die Kosten verringern und der Weltraum irgendwann tatsächlich für mehr Menschen zugänglich werden.