ZÜRICH - OERLIKON: (CH - ZH) Geläute der Pfarrkirche Herz-Jesu
Niklausglocke
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Niklausglocke
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Es läuten die fünf Glocken von Herz-Jesu festlich an einem Samstagabend den bevorstehenden Sonntag ein.
Stimmung: As° c' es' f' as'
Giesser: Carl Czudnochowsky, Erding b. München
Gussjahr: 1963
Bei der Einweihung der Kirche im Jahr 1893 hatte man bereits den Unterbau eines Turms an der südöstlichen Ecke der Kirche erstellt. Dieser wurde von Fachleuten jedoch als zu wenig tragfähig beurteilt. Aus Kostengründen erfolgte der Bau des heutigen Kirchturms erst 14 Jahre später und auch an einem anderen Ort als ursprünglich geplant, nämlich an der Südwestecke der Kirche. Der 1907 erbaute Turm besitzt ein Fundament von 6 × 6 Metern und erhielt noch im Jahr seiner Erbauung sein erstes Geläute. Das Gewicht aller Glocken betrug 3'255 kg und wurde von den Gebrüdern Gassmayer, Feldkirch geschaffen. Es erklang in den Tönen e' fis' gis' h' cis''.
Das erste Geläute der Kirche Herz Jesu hatte den Nachteil, dass es nicht im Einklang mit der nahe gelegenen reformierten Kirche Oerlikon ertönte. Deshalb wurde bei der Sanierung des Turms im Jahr 1963 neben der Turmuhr auch ein neues Geläute angeschafft. In Erding bei München wurden die fünf neuen Glocken durch die Glockengiesserei Carl Czudnochowsky am 19. August 1963 gegossen, wobei die Marienglocke nachgegossen werden musste, da die erste bei der Probe keinen Widerhall von sich gab. Abt-Primas Benno Gut, der frühere Abt von Einsiedeln, reiste aus Rom an, um die Glocken zu segnen. Für das neue Geläut waren die alten Glocken e und fis eingeschmolzen worden, währenddem die kleineren Glocken gis, h und cis der Diaspora-Pfarrei Seewis im Prättigau geschenkt wurden.
Durch den Bau der Eisenbahnstrecke von 1856, die Zürich mit der Ostschweiz und Süddeutschland verbindet, wurde Oerlikon für die Industrie und das Gewerbe interessant. Die entstehende Grossindustrie zog auch etliche Arbeiter und ihre Familien aus katholischen Regionen nach Oerlikon, sodass bald der Wunsch entstand, in Oerlikon eine katholische Kirche zu bauen. Unter der Leitung des Architekten Anton Fritz Scotoni-Eichmüller (1880–1932) wurde in den Jahren 1907 bis 1909 der Kirchbau vollendet. Dabei erstellte man auch den Kirchturm, stattete die Kirche mit einem Hochaltar aus und liess eine erste Orgel erbauen. Das Gotteshaus wurde im Jahr 1909 durch den Churer Bischof Georgius Schmid von Grüneck eingeweiht. Das heutige Erscheinungsbild der Kirche wurde in den Jahren 1944-1946 fertiggestellt und erweitert.
Dem sehr freundlichen Sakristan Alessandro ein herzliches Dankeschön für das öffnen des Turmes. Viel Freude mit dem Video!
In diesem Sinne wünsche ich allen Zuhörern und Freunden dieses Kanals ein besinnlichen Abschluss des zu Ende gehenden Kirchenjahres 2021.