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Holzwagen in der Mitte: Das DDR-Zugunglück von Langhagen 1964

Unglück & Ursache

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Holzwagen in der Mitte: Das DDR-Zugunglück von Langhagen 1964

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Am Abend des 1. November 1964 fährt im Bahnhof Langhagen (Kreis Güstrow) ein Kieszug mit dem Tender voran an einem Halt zeigenden Signal vorbei. Die Schutzweiche lenkt ihn wie vorgesehen in ein Stumpfgleis, doch nach rund 230 Metern prallt die Lok gegen den Prellbock, und der erste Kieswagen wird in das Profil des Hauptgleises gedrückt. In diesem Moment fährt der Schnellzug D 1193 von Berlin nach Rostock durch. 44 Menschen sterben, die meisten in drei alten Wagen mit Holzaufbau, die nach Vorschrift in der Mitte des Zuges liefen. Wir folgen den Gutachtern, die den Ablauf später nachstellten: Wer auf der Lok sieht das Signal, was leistet eine Schutzweiche, warum gerade die Holzwagen, wie das Bezirksgericht Schwerin urteilte, und warum die alten Wagen erst rund zehn Jahre später verschwanden. Wir erinnern an die 44 Menschen, die in Langhagen ums Leben kamen, und an alle, die in dieser Nacht geholfen haben. ⏱️ Kapitel 00:00 Eisenbahnunglück Langhagen 1964 00:35 Die Rekonstruktion der Gutachter 01:07 Der Schnellzug D 1193 Berlin–Rostock 01:42 Der Kieszug aus dem Kieswerk Langhagen 02:47 Bahnhof Langhagen: Gleis 4, Schutzweiche, Stumpfgleis 03:22 Tender voran: Wer sieht das Signal? 03:58 20:20 Uhr: Grün für den Schnellzug, Rot für Gleis 4 04:51 Schutzweiche und Prellbock 05:25 Der Kieswagen im Lichtraumprofil 06:19 20:21 Uhr: Der Zusammenstoß 07:22 Rettung in der Nacht 08:39 Die Zahl der Toten 09:06 Das Gutachten und die Staatssicherheit 09:54 Prozess vor dem Bezirksgericht Schwerin 1965 11:02 Warum die Holzwagen? 12:11 Ministerrat: Holzwagen ausmustern 13:07 Bahnhof Langhagen heute 📚 Quellen • Christian Stelzer, Nordkurier, dreiteilige Serie (Okt./Nov. 2024), auf Grundlage der Akte BArch, MfS, BV Schwerin, AU 685/65 sowie Unterlagen aus Bundesarchiv und Landeshauptarchiv Schwerin • Neues Deutschland / ADN, 2., 3. und 4.11.1964; 17., 18. und 21.3.1965 • Ritzau/Höstel, Die Katastrophenszenen der Gegenwart (1983), und Erich Preuß, Reichsbahn-Report (2015), zitiert nach Wikipedia • NDR: Die schwersten Bahnunglücke seit 1960 • Zur Indusi in der DDR: Bernd Kuhlmann (1997), zitiert nach Wikipedia Wo Angaben auseinandergehen: Die ersten amtlichen Meldungen nannten 18, dann 39 Tote; nach Akten und Literatur starben 44 Menschen. Verletzte: rund 70, teils schwer (Ritzau), 74 stationär und 143 leicht (Nordkurier), „über 100“ (ADN). Die Geschwindigkeit am Prellbock (rund 30 km/h) steht nur in der Literatur. Ob das Unglück die Rückkehr der Indusi beschleunigt hat, ist nicht belegt. Neue Wagen mit Sicherheitsglas waren für 1969/70 vorgesehen (300 Stück); knapp 120 alte Wagen wurden schon 1965 mit Stahlkästen umgebaut. 🎬 Wie dieses Video entstanden ist Recherche und Drehbuch: dieser Kanal; Sprecherstimme KI-generiert. Frei lizenzierte Bilder (Wikimedia Commons, Bundesarchiv, Deutsche Fotothek), nur zugeschnitten und animiert, nicht mit KI verändert, und eigene Grafiken. Vom Unglück selbst gibt es keine frei verwendbaren Fotos; den Ablauf zeigen wir in schematischen Grafiken. Fotos des Bahnhofs Langhagen sind von 2009 bis 2026 und so gekennzeichnet; mit „Symbolbild“ markierte Bilder zeigen andere Orte, Fahrzeuge oder Jahre. Bilder von Opfern zeigen wir bewusst nicht. Das Thumbnail ist eine KI-Illustration (keine echte Aufnahme); Wagenbauart und Details sind dort vereinfacht. 🖼️ Bildnachweise Thumbnail: KI-Illustration (ChatGPT), keine Aufnahme des Unglücks. Grafiken: eigene schematische Darstellungen nach den Angaben der Quellen. Weitere Bilder (Wikimedia Commons, zugeschnitten und animiert; Bearbeitungen von CC-BY-SA-Bildern unter derselben Lizenz): • CC BY-SA 3.0 DE, Bundesarchiv Bild 183 (ADN-Zentralbild): Biscan (2), Cürlis, Dumm, Funck, Haessler, Karnitzki (2), Kohls, Krüger (2), Ludwig, Petzold, Schmidtke (4), Seidel, Spremberg, Stöhr, Sturm, Weiß (3), Zühlsdorf (3), unbekannt • CC BY-SA 3.0 DE: Deutsche Fotothek (Eugen Nosko, Richard Peter); Falk2; Frank Liebig • Gemeinfrei: Botaurus; Hagar66 nach TUBS; Max Uth; Reinhard Dietrich (2) • CC0: Hanno Böck; LarsMueller (2); Marnics; Robert von Oliva • CC BY 2.0: wwwuppertal · CC BY 2.5: Joachim Müllerchen (3) · CC BY 3.0: Anagoria; Ralf Roletschek; RsVe · CC BY 4.0: Lukas Beck (2) • CC BY-SA 2.0: Harald Hoyer; Hbf878 und OpenStreetMap-Mitwirkende; Markus Trienke; Michel Huhardeaux (6); Phil Richards • CC BY-SA 2.5: S. Terfloth • CC BY-SA 3.0: Appaloosa; Bernd Untiedt; Christian Liebscher; Global Fish (3); Leila Paul; Niteshift (3); WHell • CC BY-SA 4.0: (dwt); 16Exul82 (2); Andreas Schwarzkopf; August Geyler; Blueyander; Bybbisch94; Christian Gebhardt; Christian Liebscher; DiAuras; Falk2 (5); Global Fish (3); Jan-Herm Janßen; Lukas Beck; Manfred Kopka; Maximilian Schönherr; Mehlauge (2); Niklas Tschöpe; Oriol Sastre (2); Raugeier; Reinhold Möller; RsVe (15) • Satellitenbild: NASA GIBS #Zugunglück #DDR #Reichsbahn #Langhagen #Dokumentation