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Flutnacht

UdoK

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Flutnacht

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UdoK
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Am Fuß der Berge liegt ein Dorf so alt, umsäumt von dichtem Nadelwald. Inmitten Auen, Feldern, Wiesen sieht man ruhig das Wasser fließen. Der kleine Fluß ins Tal sich windet, in dem man viele Fische findet. Sein Wasser die Mühle im Dorf antreibt. Ihr Stein das Korn zu Mehl zerreibt. [Chorus] Der Fluß mit seiner Wasserkraft, hat den Menschen hier ein Leben geschafft. Doch in alten Sagen ist zu hören, Er kann das Leben auch zerstören. Nur glaubt man nicht an solch Gewalt, denn die Geschichten sind schon viel zu alt. Einst bauten sie den großen Wall, der schützen soll das Dorf im Tal... Es war ein lauer Sommertag, still das Land im Schein der Sonne lag. Keine Wolke war zu sehen, Und es schien kaum der Wind zu wehen. Ruhig liegt das Dorf im sanften Abendlicht. Was später hier geschieht, ahnt man jetzt noch nicht. In der Nacht ziehen dunkle Wolken auf, jetzt nimmt das Schicksal seinen Lauf. Ein greller Blitz den Berg erhellt, in dicken Tropfen nun der Regen fällt. Vom Berg herab das Wasser rinnt, und allmählich der Fluß an Kraft gewinnt. Als langsam nun die Pegel steigen, hüllt sich das Dorf in düstres Schweigen. [Chorus] Der Fluß mit seiner Wasserkraft, hat den Menschen hier ein Leben geschafft. Doch in alten Sagen ist zu hören, Er kann das Leben auch zerstören. Die Flut vom Berg nimmt stetig zu, nun ist vorbei im Tal die Ruh. Des Wassers Rauschen Unheil verheißend, der Fluß nun tosend, wild und reißend. Der Wall der Kraft nicht widersteht, die Ufer brechen, das Tal im Wasser untergeht. Die Strömung bahnt sich ihren Weg, reißt mit sich Mensch und Tier, und Haus und Steg. [Chorus] Der Fluß mit seiner Wasserkraft, hat den Menschen hier ein Leben geschafft. Doch in alten Sagen ist zu hören, Er kann das Leben auch zerstören. Die Flut zieht ab, mit dem ersten Sonnenstrahl. Das Tal liegt brach und kahl. Ringsum sieht man zerstörtes Land. Nur noch Ruinen, wo das Dorf einst stand. Alles ringsum totenstill. Kein Vogelzwitschern Freude bringen will. Zu viel wurde in der Nacht zerstört, zu viel, das nun dem Fluß gehört. Menschen stehen starr im Trümmerfeld. Schauen verzweifelt auf die zerstörte Welt. Sie wissen, daß ihnen nichts mehr bleibt, und folgen stumm dem leeren Boot, das den Fluß hinunter treibt.