Cloud-Backup oder lokal? Was für welche Firma wirklich passt
kjello – Ihre IT-Abteilung. Als Service.
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Cloud-Backup oder lokal? Was für welche Firma wirklich passt
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Cloud-Backup oder lokales Backup? Die meisten Firmen entscheiden das falsch herum: erst drei Produktangebote einholen, dann das günstigste nehmen. Dabei fällt die eigentliche Entscheidung vorher, auf der Architekturebene. Und sie hängt an zwei Kennzahlen, die in die Geschäftsführung gehören, nicht in die IT.
📑 Kapitel
0:00 Cloud-Backup oder lokal entscheiden
0:27 Cloud, lokal, NAS: der Unterschied
0:54 RPO: wie viel Datenverlust geht?
1:22 RTO: wie lange darf Ausfall dauern
1:50 Backup-Kennzahlen selbst festlegen
2:16 Cloud-Rücksicherung: die Rechnung
2:47 Lokales Backup: zurück in Stunden
3:13 Upload-Bandbreite als Engpass
3:43 Kosten lokales Backup und NAS
4:10 Cloud-Backup Kosten und Egress
4:41 EU Data Act: Wechselgebühren weg
5:09 Datenstandort und DSGVO Art. 28
5:41 Offsite-Backup: Brand und Diebstahl
6:13 Hybrid: lokal plus Cloud kombiniert
6:44 IT-Grundschutz-Checkliste holen
Die zwei Zahlen: RPO (Recovery Point Objective) ist laut BSI der maximal zulässige Datenverlust. Wer einmal pro Nacht sichert, verliert im schlimmsten Fall 24 Stunden Arbeit. RTO (Recovery Time Objective) ist die Wiederanlaufzeit, daneben stellt das BSI die Frage nach der maximal tolerierbaren Ausfallzeit (MTA). Nehmen Sie Ihre drei wichtigsten Systeme und schreiben Sie zu jedem beide Zahlen auf. Diese sechs Zahlen sind Ihr Lastenheft.
Der Flaschenhals ist die Leitung, offen gerechnet: 2 TB sind 2.000 GB, mal 8 also 16.000 Gbit. Über eine Anbindung mit 100 Mbit/s sind das 160.000 Sekunden, rund 44 Stunden, und nur bei freier Leitung. Dieselben 2 TB aus einem Gerät im Haus über 1 Gbit LAN: rund 4,5 Stunden. Dazu ist der Upload bei den meisten Anschlüssen deutlich kleiner als der Download. Der IT-Grundschutz sagt dazu klar: Sicherungssystem und Netzanbindung sollen so beschaffen sein, dass die zulässigen Wiederherstellungszeiten nicht überschritten werden (CON.3.A9).
Die Kostenstruktur: lokal ist eine Investition plus Betrieb plus Austausch nach einigen Jahren. Cloud ist eine laufende Rechnung pro TB und Monat, mit Egress-Gebühren fürs Herausholen der Daten (Größenordnung 0,09 US-Dollar je GB, für 2 TB grob 170 Dollar pro Rücksicherung). Der EU Data Act schafft Wechselentgelte ab: seit Januar 2024 nur noch die unmittelbar entstehenden Kosten, ab 12.01.2027 gar keine mehr. Achtung, das gilt für den Anbieterwechsel, nicht für normale Rücksicherungen im Alltag.
Datenstandort und DSGVO: Ihr Backup-Anbieter ist Auftragsverarbeiter, Sie brauchen einen AVV nach Art. 28 DSGVO, bei Speicherung außerhalb der EU zusätzlich eine Grundlage für den Transfer. Das BSI listet die Vertragspunkte auf: Ort der Datenspeicherung, zugesicherte Verfügbarkeit, Verschlüsselung auf dem Speicher und auf dem Transportweg.
Und das Argument, das die Entscheidung kippt: Ein Backup im selben Gebäude wie der Server überlebt keinen Brand, keinen Wasserschaden und keinen Einbruch. Das BSI formuliert das als Muss: Speichermedien für die Datensicherung müssen räumlich getrennt aufbewahrt werden, möglichst in einem anderen Brandabschnitt (CON.3.A12).
Die ehrliche Antwort für die meisten Mittelständler lautet deshalb: beides. Lokal für Tempo, Cloud für den räumlichen Abstand. Und regelmäßig testen, ob sich die Daten in angemessener Zeit zurückspielen lassen. Für Entscheider im Mittelstand. Klartext, echte Zahlen, kein Verkaufsgerede.
Kostenlose IT-Grundschutz-Checkliste (RPO und RTO je System eintragen, Backup-Punkte des BSI durchgehen):
https://www.kjello.de/downloads/it-gr...
kjello — Eure IT-Abteilung. Als Service. Ein Service der hagel IT-Services GmbH.
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