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Götz von Berlichingen - Ulrik Remy

thiger89

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Götz von Berlichingen - Ulrik Remy

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thiger89
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Götz von Berlichingen - Ulrik Remy, einer der verkanntesten bzw. in Vergessenheit geratenen Liedermacher Deutschlands Der eine hält mich für borniert und naiv, der andere hält mich für arrogant, dem dritten wieder ist mein Niveau viel zu tief, der vierte sagt, ich sei schon ausgebrannt. Ich hab mir darauf meinen Reim gemacht und kann euch jetzt ein Lied davon singen, und wem das nicht passt, der kann mich mal am Götz von Berlichingen. Der eine sagt: "Sei'n Sie doch lustig, mein Freund! Das Leben ist schon traurig genug!" Doch gerade für dies' Leben ist mein Lied gemeint, alles andere ist frommer Betrug. Gewiss bin ich gern fröhlich, doch zu seiner Zeit muss ich auch Bedenken anbringen, und wem das nicht passt, tja, der kann mich mal am Götz von Berlichingen. Ich singe über Freiheit, und ich singe für Geld -- für manchen verträgt sich das nicht. Ich hab mich für Lohn auf die Bühne gestellt, und oft war es nicht mehr als Pflicht. Doch nie konnte der, der bezahlte, mich hindern, ein Lied, das ihm nicht passte, zu singen, und wenn er's versuchte, verwies ich ihn an Götz von Berlichingen. (Solo) "In diesem Geschäft muss man ab und zu mal gute Miene machen zum bösen Spiel". So sagte man zu mir, doch das ist nicht mein Fall: ich sagte stets, wenn mir was nicht gefiel. Und versuchte man, mich mit Intrigen und Druck und Drohungen zum Schweigen zu bringen, dann stand mir stets einer zur Seite, und der hieß Götz von Berlichingen. Von diesem Job zu leben, das ist sicher nicht leicht -- mancher schaut mich wohl misstrauisch an -- es ist ein Job, in dem man niemals A 16 erreicht und nie weiß, ob man die Miete zahlen kann; doch so lang es eben geht, will ich der Narr für euch sein, der nicht schielt auf Marktanteile: auf meinem Briefkopf, meinem Stempel und auf meiner Stirn sind der Spiegel und die Eule. Den Spiegel, den hab ich vor euch hingestellt, die Eule führt beim Schreiben meine Hand. Von hinten durch den Spiegel, so seh ich die Welt, als freier Narr such ich ein freies Land; und fahre ich zur Hölle und gare dort im Topf, dann hör ich den Teufel schon singen: hier schmort einer, der seine Freiheit behielt durch Götz von Berlichingen.