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Bewegung in der Palliativmedizin mit Prof. Dr. Mitra Tewes

Simone

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Bewegung in der Palliativmedizin mit Prof. Dr. Mitra Tewes

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Simone
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Wenn wir Palliativmedizin hören, denken viele an die letzten Tage eines Lebens: an ein Bett, Symptomlinderung und Abschied. Doch moderne Palliativmedizin beginnt viel früher. In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Mitra Tewes, Direktorin der Palliativmedizin an der Universitätsmedizin Essen. Sie forscht unter anderem dazu, wie Bewegung Menschen mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen unterstützen kann. Was bedeutet moderne Palliativmedizin? Palliativmedizin beschäftigt sich auch mit dem Lebensende – aber eben nicht nur damit. Im Mittelpunkt stehen die Symptome und Bedürfnisse von Menschen mit einer schweren, zum Tode führenden Erkrankung und ihren Familien. Dabei wird der Mensch aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet: medizinisch, psychologisch, sozial und spirituell. Wir sprechen darüber, warum eine palliativmedizinische Begleitung bereits während einer onkologischen Behandlung sinnvoll sein kann und weshalb Lebensqualität ein wesentliches Ziel der Versorgung ist. Fatigue – wenn die Batterie immer wieder leer ist Ein Schwerpunkt unseres Gesprächs ist Fatigue. Mitra Tewes beschreibt diese besondere Form der Erschöpfung mit dem Bild eines alten Handys: Der Akku ist frisch geladen und trotzdem innerhalb kürzester Zeit wieder fast leer. Menschen mit Fatigue möchten aktiv sein, doch ihre Kraft reicht dafür häufig nicht aus. Von außen ist diese Erschöpfung oft kaum sichtbar. Das kann zusätzlich belastend sein, wenn das Umfeld mit Sätzen wie „Reiß dich doch mal zusammen“ reagiert. Warum Bewegung auch in der Palliativmedizin wichtig sein kann Bewegung muss keinen Sport bedeuten. Für einen schwer erkrankten Menschen kann bereits das Sitzen auf der Bettkante, das Aufstehen von einem Stuhl oder ein kurzer Spaziergang Bewegung sein. Mitra Tewes erklärt, was die Forschung über Bewegungstherapie bei Fatigue und fortgeschrittenen Krebserkrankungen zeigt und warum Bewegung individuell an den jeweiligen Menschen angepasst werden muss. Dabei geht es auch um Selbstwirksamkeit: wieder etwas selbst tun zu können, Kraft zu erleben und ein Stück Beweglichkeit zurückzugewinnen. „Ich weiß, dass ich sterbe. Aber im Moment lebe ich.“ Wie passen die Akzeptanz einer unheilbaren Erkrankung und lebensbejahende Ziele zusammen? Für die Palliativmedizin ist das kein Widerspruch. Auch mit dem Wissen um das bevorstehende Lebensende können Menschen Pläne haben, Wünsche verfolgen und nach dem suchen, was ihr Leben lebenswert macht. Lebensqualität ist dabei etwas sehr Persönliches. Für den einen bedeutet sie ein Konzert, für einen anderen Zeit mit der Familie, Musik, Bewegung oder der Kaffee am Morgen. Weg vom Bild des passiven Sterbenden Mitra Tewes möchte das verbreitete Bild von Palliativmedizin verändern: den schwerkranken Menschen im Bett, während jemand daneben sitzt und seine Hand hält. Palliativversorgung kann sehr aktiv sein. Physiotherapie und Bewegungstherapie gehören ebenso dazu wie Medizin, Pflege, Psychologie, Sozialarbeit, Hospizarbeit und weitere Professionen. In unserem Gespräch geht es unter anderem um: – moderne Palliativmedizin und Palliativversorgung – frühzeitige palliative Begleitung – Lebensqualität bei schwerer Erkrankung – Fatigue bei Krebs – Bewegungstherapie bei Krebserkrankungen – Bewegung bis nahe ans Lebensende – Selbstwirksamkeit und Aktivität – Angehörige und Partnerschaft – multiprofessionelle Palliativversorgung – Leben und Sterben Eine Folge über Palliativmedizin, die den Blick auf das Leben richtet – und über die Frage, was einem Menschen Lebensqualität gibt, wenn die Möglichkeiten kleiner werden. Palliativmedizin Essen: https://palliativmedizin.uk-essen.de (https://palliativmedizin.uk-essen.de/) Wünschewagen:https://www.wuenschewagen.de (https://www.wuenschewagen.de/) Mehr über mich und „Vom Gehen und Bleiben“ Ich bin Simone Radzuweit, Trauerbegleiterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Palliative-Care-Fachkraft. In meiner Praxis in Wiesbaden begleite ich Menschen in Trauer, Krisen und Lebensübergängen und biete Gespräche zu Advance Care Planning (ACP) an. Meine Website: https://www.radzuweit.de (https://www.radzuweit.de/) Mail: simone@radzuweit.de (mailto:simone@radzuweit.de) WhatsApp Kanal: https://whatsapp.com/channel/0029VbBo... Linkedin:   / simone-radzuweit-76511b403   (  / simone-radzuweit-76511b403  )