Перейти к содержимому

075a Bares für Rares: Wie Thyssenkrupp die Werkbank beleiht – und was der Mittelstand daraus lern...

Peter Saubert - Unternehmensberatung

0:00 / 0:00

075a Bares für Rares: Wie Thyssenkrupp die Werkbank beleiht – und was der Mittelstand daraus lern...

3 просмотра · 1 дн. назад
Peter Saubert - Unternehmensberatung
44 подписчика
3 просмотра · 1 дн. назад
In dieser Podcast-Episode beleuchten wir eine bemerkenswerte Wende in der deutschen Industriefinanzierung: Warum verzichtet Thyssenkrupp bei seiner Werkstoffsparte auf den klassischen Konzern-Cashpool und setzt stattdessen auf Asset-Based Lending (ABL) in Höhe von 1,7 Milliarden Euro? Gemeinsam analysieren wir, was es bedeutet, wenn Vorräte, Lagerbestände und offene Forderungen direkt zur Bemessungsgrundlage von Kreditlinien werden. Erfahren Sie, warum dieses Finanzierungsmodell zwar teuer und prozyklisch ist, aber gleichzeitig ein wichtiges Signal für pragmatisches Working-Capital-Management setzt. Zudem zeigen wir auf, welche konkreten Lehren kleine und mittelständische Unternehmen daraus für ihre eigene Liquiditätssicherung ziehen können. Basisbeitrag & weiterführende Informationen: Den ausführlichen Magazinbeitrag zu dieser Episode inklusive vertiefender Analysen finden Sie unter: 👉 https://peter-saubert.net/magazin/ass... Zusammenfassung Kernaussagen der Episode: 1. Abschied vom zentralen Cashpool: Thyssenkrupp-Chef Miguel López verpflichtet Sparten wie TK Accelis zur finanziellen Eigenverantwortung. Statt unbesicherter Kredite oder der Quersubventionierung durch die Konzernmutter sichert sich die Sparte eine Kreditlinie von 1,7 Milliarden Euro durch Asset-Based Lending (ABL). 2. Funktionsweise von Asset-Based Lending: Beim ABL bestimmen die Verwertbarkeit und der Ist-Wert des Umlaufvermögens (Borrowing Base) – insbesondere Vorräte, Lagerbestände und Kundenforderungen – die Dynamik und Höhe des verfügbaren Kreditrahmens. 3. Risiko der Prozyklizität: ABL birgt eine strukturelle Falle: In Krisen- oder Abschwungphasen sinken Marktpreise, Lagerwerte und Forderungen. Dadurch schrumpft die Kreditlinie genau dann, wenn der Liquiditätsbedarf am höchsten ist. Zudem verlangen Finanzierer Risikoaufschläge. 4. Der pragmatische Mehrwert: Trotz der Kosten erzwingt das Modell eine kompromisslose Disziplin im Working Capital Management. Jede Tonne Material im Lager und jede säumige Kundenrechnung wirkt sich unmittelbar auf den finanziellen Handlungsspielraum aus. 5. Lehren für den Mittelstand: Auch mittelständische Unternehmen können Asset-Based Lending nutzen, um sich unabhängiger von rein ertragsbasierten Bankbewertungen (EBITDA) zu machen. Wer seine Vermögenswerte und Forderungen sauber dokumentiert und steuert, verhandelt mit Kreditgebern auf Basis greifbarer Sicherheiten statt bloßen Wohlwollens.