(SOUND) Mitfahrt im NEOPLAN N 416 SL II | Omnibus-Club-München | OCM 12 | M-DZ 6212H | ex MVG 4712
ÖPNV Deutschland
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(SOUND) Mitfahrt im NEOPLAN N 416 SL II | Omnibus-Club-München | OCM 12 | M-DZ 6212H | ex MVG 4712
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Verein: OCM - Omnibus-Club-München e. V.
Fahrzeug: N 416 SL II
Hersteller: NEOPLAN und DEUTZ
Baujahr: 1986
Erstzulassung: 4. September 1986
Motor: KHD
Leistung: 204 PS
Höchstgeschwindigkeit: 85 km/h
Getriebe: VOITH D 851
Länge: 11,50 m
Breite: 2,50 m
Höhe: 3,10 m
Sitz- / Stehplätze: 43 / 51
Gewicht: 10,5 t
Im OCM seit: Oktober 2017
Wagennummer: 12
Kfz-Zeichen: M-DZ 6212H
Vorbesitzer: MVG München
Wagennummer: 4712
Kfz-Zeichen: M-DZ 6212
Die 17 ersten NEOPLAN-Busse der Münchner Stadtwerke
Als bei den Münchner Verkehrsbetrieben 1986 die Beschaffung von 17 Normalbussen anstand,
machte erstmals die Gottlob Auwärter GmbH & Co KG aus Stuttgart das Rennen. Besser bekannt war
dieser Familienbetrieb aber wohl unter dem Markennamen NEOPLAN, was so viel bedeutet wie
„Neuzeitliche Omnibus-Planung“.
Diesem Namen machte NEOPLAN auch alle Ehre. Hauptsächlich im Reisebusgeschäft tätig und für
jeden Kundenwunsch offen, fertigte NEOPLAN seit jeher aber auch schon Linienbusse – allerdings in
geringerer Stückzahl und bislang nicht in der standardisierten VÖV-Ausführung, die seit Beginn der
70er-Jahre den Löwenanteil aller kommunalen Omnibusse ausmachte.
Erst mit Entwicklung der 2. Generation des VÖV-Standard-Linienbusses (SL II) beteiligte sich auch
Auwärter an diesem Projekt – und das so erfolgreich, dass MAN und Mercedes zunächst keine
Motoren mehr an den neuen Mitbewerber lieferten. Doch die rührige Mannschaft um Albrecht und
Konrad Auwärter sowie Designer Bob Lee ließ sich auch hier etwas einfallen und stattete ihre SL II
fortan kurzerhand mit DAF- oder Deutz-Motoren aus.
Am 31. Juli 1986 wurden die 17 Busse des Typs NEOPLAN N 416 SL II im Beisein von Seniorchef
Gottlob Auwärter an die Münchner Stadtwerke ausgeliefert. Die mit dem luftgekühlten V8-Deutz-Motor
ausgestatteten Busse erhielten die Wagennummern 4701 bis 4717 und waren zunächst im
Betriebshof Ost stationiert. Mit Einführung des „Rechnergesteuerten Betriebsleitsystems“ (RBL)
wurden sie 1987 entsprechend umgerüstet und in den Betriebshof West umstationiert. Bis Ende der
90er-Jahre standen die 17 hochflurigen NEOPLAN-Busse im Einsatz und wurden anschließend
nahezu komplett an einen Busunternehmer aus dem Rheinland verkauft, der sie noch einige Jahre
einsetzte. Bus 4712 ist bei den SWM verblieben – er diente bis Mitte 2007 ohne
Straßenverkehrszulassung als interner Pendelbus in der technischen Basis der SWM in München-
Fröttmaning. Danach wurde er vom OCM ersteigert und bleibt dort als Vertreter des „VÖV-Standard-
Linienbus II“ (SL II) als Museumsbus erhalten.
Bei den Stadtwerken München wurden nach den 17 NEOPLAN-Bussen nur noch etwa 50
Gelenkbusse in der Form des SL II angeschafft, anschließend erfolgte bereits die Umstellung auf
behindertengerechte Niederflurbusse – eine Entwicklung, die ebenfalls die Handschrift von NEOPLAN
trägt. Die 17 Fahrzeuge des Typs N 416 SL II waren somit die einzigen serienmäßigen zweiachsigen
Standard-Linienbusse der 2. Generation der Münchner Stadtwerke.
Der Bus steht nun wechselweise für das MVG-Museum bzw. das Auwärter-Museum in Landau / Isar
zur Verfügung, das der ehemalige NEOPLAN-Geschäftsführer Konrad Auwärter liebevoll eingerichtet
hat. NEOPLAN gehört indes zum MAN-Konzern. Für Sonderfahrten kann der Bus über das dem OCM
angeschlossene Verkehrsunternehmen „Kraftverkehr München GmbH“ gebucht werden.