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Plenum der Glocken von St. Josef (Fraulautern, Siedlung Kreuzberg)

Peter Speth

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Plenum der Glocken von St. Josef (Fraulautern, Siedlung Kreuzberg)

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Peter Speth
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Die drei Bronzeglocken (Te Deum Motiv: a' c'' d'') wurden in der Saarburger Glockengießerei Mabilon gegossen. Die Geschichte von St. Josef reicht in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. In den 1930er Jahren wurden die ersten Häuser der Fraulauterner Siedlung errichtet. Nach dem Krieg entstand dort auf dem Kreuzberg zunächst eine kleine Notkirche. Am 15. August 1949 wurde diese unter dem Patrozinium des heiligen Josef eingeweiht. Schon bald erwies sie sich jedoch als zu klein: Ende der 1950er Jahre gehörten bereits rund 3.000 Menschen zur Gemeinde. Den Heiligen Josef wählte man als Schutzpatron der neuen Kirche in Gedenken an den Fraulauterner Pastor Josef Gilles. Als Pfarrer der Mutterpfarrei Hl. Dreifaltigkeit hatte er sich maßgeblich für die Errichtung einer Kirche auf dem Kreuzberg eingesetzt. Die Umsetzung seines Vorhabens durfte er jedoch nicht mehr erleben: Pastor Gilles verstarb bereits 1948, noch bevor die Pläne für die neue Kirche verwirklicht werden konnten. So entstand also der Plan für eine größere Pfarrkirche. Nach den Entwürfen des Architekten Toni Laub begann 1961 der Bau der heutigen Kirche St. Josef. Der freistehende Glockenturm wurde zwischen November 1961 und Februar 1962 errichtet. Die erste Messe im noch nicht vollständig ausgestatteten Kirchengebäude wurde bereits am 29. April 1962 gefeiert. Am 21. November desselben Jahres erfolgte die feierliche Einsegnung, bevor die Kirche am 1. Mai 1963 durch den Trierer Bischof Dr. Matthias Wehr geweiht wurde. Architektonisch ist St. Josef stark von den klaren Formen der Nachkriegszeit geprägt. Das Kircheninnere wird von hohen Sandsteinwänden, einer markanten Holzdecke und warmen Natursteinflächen bestimmt. Die trapezförmige Grundrissgestaltung führt den Blick und einen großen Teil der Sitzplätze bewusst auf den Altarraum hin. Besonders eindrucksvoll ist das große Christus-Bild als Glasmosaik über dem Altar. Die zu einem „Du“ geformten Lippen sollen den Betrachter unmittelbar und persönlich ansprechen. Auch die farbigen Fensterbänder im Kirchenschiff erzählen Geschichten: Auf der einen Seite stehen Maria und Szenen aus ihrem Leben im Mittelpunkt, auf der anderen Seite der Kirchenpatron, der heilige Josef. Viele weitere Details machen den Kirchenraum sehenswert – darunter die Sandsteinreliefs über den Beichtstühlen, die Altäre aus Sandstein, die geschmiedeten Kreuze und Leuchter sowie die kunstvoll gestalteten Glasfenster. Die Gestaltung stammt unter anderem von Egon Franzen, Paul Appel und Adolf Steines. Auf der Empore befindet sich eine Orgel der saarländischen Firma Hugo Mayer Orgelbau aus dem Jahr 1982. Das Instrument besitzt 16 Register auf zwei Manualen und Pedal. Im 29 Meter hohen Glockenturm hängen drei Bronzeglocken, die von der Glockengießerei Mabilon in Saarburg gegossen wurden. Ihre Schlagtöne a′, c″ und d″ bilden gemeinsam das Motiv des christlichen Lobgesangs Te Deum. Die drei Glocken tragen die Namen Heiliger Josef, Heilige Dreifaltigkeit und Heilige Maria. Die größte, dem heiligen Josef geweihte Glocke, wiegt etwa 500 kg. Die Dreifaltigkeitsglocke bringt rund 225 kg auf die Waage, die Marienglocke etwa 115 kg. An Sonn- und Feiertagen erklingen zu den Hochämtern alle drei Glocken, während zu anderen Zeiten auch einzelne Glocken geläutet werden. Das Angelusläuten erfolgt traditionell um 7 Uhr, 12 Uhr und 19 Uhr mit der Marienglocke.