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Trans Italia / Etappe 9

On Wheels Daily

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Trans Italia / Etappe 9

1 727 просмотров · 2 года назад
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Volle Kraft voraus durchs Flachland! 230 km, 220 hm   / strava   Im Strava Beitrag schrieb ich: Wilder Ritt durchs Flachland. Geschlafen hab ich nicht lange. Um meinen Schlafspot kurz zu beschreiben, ich fand in genial. Ziemlich urban und trotzdem stealth. Hab meine Hängematte dicht unter den First vom Satteldach des überdachten Tisches gehängt. So war ich im Schatten der Laterne. Hab sowieso nur ca 4,5 Stunden dort verbracht. Also selbst wenn mich jemand gesehen hätte... was solls. Ich wusste mir steht ein Tag mit brütender Hitze im Flachland bevor und wollte den Early-Bird-Mode genießen; also gleich wie wild los geflogen. Kurz vorm Sunrise hab ich an ner doofen Stelle nen Platten am Vorderrad kassiert. Ziemlich schade, weil so hab ich den Sunrise am Steg (war eigentlich ne Straße aufs Meer raus) grad so verpasst. War trotzdem noch ziemlich nice. Kurz darauf hab ich Bremsbeläge vorne gewechselt. Hab nen ganzen Belag zamgefahren. Der war nämlich nagelneu an Tag 3. Also in 6 Tagen einen Belag gefressen. Ca 16000 hm. Ich muss aber gestehen er war ned gut eingestellt, eine Seite war viel mehr abgefahren und etwas zu schräg für meinen Geschmack. Muss mich da auf jeden Fall nochmal reinfuchsen an dem Bike. Das Foto im Cafe mit meim Hinterrad, zeigt den verzweifelten Versuch den Schleicher im Schlauch zu finden. Hab den paar wenige male nachgepumpt und war's satt. Letztendlich hab ich mir dann doch nen neuen Schlauch in Padua geholt. dort wars ne Sache von 10 Minuten und der Typ im Radshop hat mir nicht geglaubt was ich hinter mir hab. Aber im Zeitalter von digitalen Medien wars nicht schwer es zu beweisen. Die Hitze lies mich glühen und fahren war definitiv angenehmer als rumzusitzen. Hat sich angefühlt als brennt die Luft. Mein Kopf war aber einfach auch überhitzt. Gottseidank hab ich's trotzdem immer wieder geschafft mich abzukühlen und bin grad so nicht durchgebrannt. Getrunken hab ich schätzungsweise 12 Liter. Ich bin mir sicher das ist nicht übertrieben und könnte sogar mehr sein. Übrigens, pinkeln zu gehn kann richtig nervig werden. Meistens merkt man erst wie stark man muss, sobald man absteigt. Wenn du dann irgendwo urban unterwegs bist hast sofort ein dringendes Problem. Ich sag nur so viel. Hab definitiv mal in meine Trinkflasche gepisst. Und wer's jetzt super eklig findet: Besser als zwischen die Leute, oder? Wer sitzt schon gern in der Pisse. Außerdem is Urin recht steril, und meiner war glaub ich sowieso nur noch Wasser. Flasche waschen is jetzt kein großes Problem. Ich wurde sicher gesehen, war mir aber in dem Moment ziemlich egal, war ja gleich wieder weg. Ich hab mich so gefreut als ich in den Alpen angekommen bin. Die Luft war gleich so viel besser. Bei dem Tempo und der monotonen Landschaft bis dahin, hab ich mich so frei geradelt. Gedanklich hatt ich garnix mehr im Kopf. Zumindest keine Sorgen, kein Gestern, kein Morgen. Pure Zen! Hab auch Mukke beiseite gelegt ne zeitlang. Nur die Kette rasseln und die Laufräder pfeifen gehört. Achja und den Verkehr halt. War schon sehr städttern immer. Man könnte sagen ich hab meditiert. Ständig gleicher Gang, gleiche RPM und BPM. Und geschwitzt. Euphorie war auf jeden Fall hoch abends in den Alpen und zu wissen, dass am nächsten Tag - Tag 10 die letzte Etappe mit wahrscheinlich schönstem Pass anstehen wird! #nodaysof Tschausen Banausen