Wir waren mal mehr
FunkyFamily
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Wir waren mal mehr
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Es gab eine Zeit, da waren Momente noch echt.
Kein Filter. Keine Zahlen. Kein ständiger Vergleich.
„Wir waren mal mehr“ erzählt von einer Welt, in der Aufmerksamkeit zur Währung geworden ist. Von dem Wunsch, gesehen zu werden. Von Perfektion, die nur nach außen existiert. Und von der Frage, ob wir unterwegs vergessen haben, einfach Mensch zu sein.
Dieser Song ist kein Angriff auf Social Media.
Er ist eine Erinnerung daran, dass hinter jedem Profil ein echter Mensch steht.
Vielleicht haben wir uns nicht verloren.
Vielleicht haben wir nur vergessen hinzusehen.
🎧 Kopfhörer empfohlen.
Lyrics
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„Wir waren mal mehr“
Ich seh euch alle, doch ich spür euch nicht mehr
Augen offen, aber innen drin leer
Finger wischen Leben einfach weiter nach links
Während irgendwo da draußen grad ein Mensch ertrinkt
Ich mach ’nen Witz, früher hättet ihr gelacht
Heute wird gescannt, ob das irgendwen nervt oder kracht
Zu viel Angst, zu viel Ego, zu viel Show
Keiner sagt mehr ehrlich: „Ey, ich fühl das grad so“
Sag, wann haben wir verlernt, uns wirklich zu seh’n?
Wann wurde Mensch sein so verdammt unbequem?
Wir waren mal mehr als nur Profile im Licht
Mehr als ein „Gefällt mir“, mehr als ein Gesicht
Wir hatten Fehler und haben trotzdem gelacht
Jetzt wird alles gefiltert und perfekt gemacht
Wir waren mal laut, wir waren mal echt
Jetzt ist alles glatt und irgendwie schlecht
Gefangen im Feed, in dem keiner gewinnt
Und wir merken nicht mal, wie wir selber verschwinden
Früher war Nähe kein verdammter Beweis
Du musstest nichts posten, nur fühlen hat gereicht
Jetzt wird jeder Moment direkt archiviert
Damit keiner vergisst, wie gut du funktionierst
Du kannst tausend Leute kennen und bist doch allein
Weil keiner mehr bleibt, wenn es unbequem scheint
Wir reden von Freiheit, doch hängen am Tropf
Von Dopamin-Schüben im digitalen Kopf
Vielleicht sind wir süchtig nach diesem Applaus
Und haben dabei uns selbst ausgetauscht
Wir waren mal mehr als nur Profile im Licht
Mehr als ein „Gefällt mir“, mehr als ein Gesicht
Wir hatten Fehler und haben trotzdem gelacht
Jetzt wird alles gefiltert und perfekt gemacht
Wir waren mal laut, wir waren mal echt
Jetzt ist alles glatt und irgendwie schlecht
Gefangen im Feed, in dem keiner gewinnt
Und wir merken nicht mal, wie wir selber verschwinden
Ich vermiss dieses Chaos, dieses ungeplante Sein
Dieses Stolpern, dieses Scheitern, dieses „Ich bin nicht allein“
Jetzt ist alles berechnet, jede Reaktion bedacht
Und selbst unser Schmerz wird noch teilbar gemacht
Vielleicht sind wir nicht böse, nur verloren im System
Vielleicht ist Mensch sein einfach grad nicht mehr bequem
Wir waren mal mehr… und ich glaub, das sind wir noch
Unter Schichten aus Angst und diesem endlosen Loch
Wenn wir einmal den Mut haben, einfach zu seh’n
Dass wir mehr sind als Zahlen, die im Nichts vergeh’n
Vielleicht fängt es da an, wo der Bildschirm ausgeht
Wo ein echter Blick wieder wirklich versteht
Dass wir fühlen können, auch wenn’s weh tut und brennt
Dass Mensch sein nicht perfekt ist… aber uns verbindet am End