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Wir waren mal mehr

FunkyFamily

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Wir waren mal mehr

231 просмотр · 3 месяца назад
FunkyFamily
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Es gab eine Zeit, da waren Momente noch echt. Kein Filter. Keine Zahlen. Kein ständiger Vergleich. „Wir waren mal mehr“ erzählt von einer Welt, in der Aufmerksamkeit zur Währung geworden ist. Von dem Wunsch, gesehen zu werden. Von Perfektion, die nur nach außen existiert. Und von der Frage, ob wir unterwegs vergessen haben, einfach Mensch zu sein. Dieser Song ist kein Angriff auf Social Media. Er ist eine Erinnerung daran, dass hinter jedem Profil ein echter Mensch steht. Vielleicht haben wir uns nicht verloren. Vielleicht haben wir nur vergessen hinzusehen. 🎧 Kopfhörer empfohlen. Lyrics ------------------------------------------------------------------------------------------------------- „Wir waren mal mehr“ Ich seh euch alle, doch ich spür euch nicht mehr Augen offen, aber innen drin leer Finger wischen Leben einfach weiter nach links Während irgendwo da draußen grad ein Mensch ertrinkt Ich mach ’nen Witz, früher hättet ihr gelacht Heute wird gescannt, ob das irgendwen nervt oder kracht Zu viel Angst, zu viel Ego, zu viel Show Keiner sagt mehr ehrlich: „Ey, ich fühl das grad so“ Sag, wann haben wir verlernt, uns wirklich zu seh’n? Wann wurde Mensch sein so verdammt unbequem? Wir waren mal mehr als nur Profile im Licht Mehr als ein „Gefällt mir“, mehr als ein Gesicht Wir hatten Fehler und haben trotzdem gelacht Jetzt wird alles gefiltert und perfekt gemacht Wir waren mal laut, wir waren mal echt Jetzt ist alles glatt und irgendwie schlecht Gefangen im Feed, in dem keiner gewinnt Und wir merken nicht mal, wie wir selber verschwinden Früher war Nähe kein verdammter Beweis Du musstest nichts posten, nur fühlen hat gereicht Jetzt wird jeder Moment direkt archiviert Damit keiner vergisst, wie gut du funktionierst Du kannst tausend Leute kennen und bist doch allein Weil keiner mehr bleibt, wenn es unbequem scheint Wir reden von Freiheit, doch hängen am Tropf Von Dopamin-Schüben im digitalen Kopf Vielleicht sind wir süchtig nach diesem Applaus Und haben dabei uns selbst ausgetauscht Wir waren mal mehr als nur Profile im Licht Mehr als ein „Gefällt mir“, mehr als ein Gesicht Wir hatten Fehler und haben trotzdem gelacht Jetzt wird alles gefiltert und perfekt gemacht Wir waren mal laut, wir waren mal echt Jetzt ist alles glatt und irgendwie schlecht Gefangen im Feed, in dem keiner gewinnt Und wir merken nicht mal, wie wir selber verschwinden Ich vermiss dieses Chaos, dieses ungeplante Sein Dieses Stolpern, dieses Scheitern, dieses „Ich bin nicht allein“ Jetzt ist alles berechnet, jede Reaktion bedacht Und selbst unser Schmerz wird noch teilbar gemacht Vielleicht sind wir nicht böse, nur verloren im System Vielleicht ist Mensch sein einfach grad nicht mehr bequem Wir waren mal mehr… und ich glaub, das sind wir noch Unter Schichten aus Angst und diesem endlosen Loch Wenn wir einmal den Mut haben, einfach zu seh’n Dass wir mehr sind als Zahlen, die im Nichts vergeh’n Vielleicht fängt es da an, wo der Bildschirm ausgeht Wo ein echter Blick wieder wirklich versteht Dass wir fühlen können, auch wenn’s weh tut und brennt Dass Mensch sein nicht perfekt ist… aber uns verbindet am End