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Vortrag "Kunst zum Gedächtnis"

LutherMuseen

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Vortrag "Kunst zum Gedächtnis"

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Die Bildepitaphien des Eislebener Gottesackers Referentin: Dr. Ruth Slenczka Stiftung Luthergenkstätten in Sachsen-Anhalt Auch wenn es in der Reformation zu Bilderstürmen und Bildentfernungen aus Kirchen kam, setzte sich Luthers bilderfreundliche Haltung langfristig durch: Nur die reformierten Kirchen blieben kahl, während die lutherischen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts oftmals als Bildersäle und Schatzkammern neu ausgestattet wurden. Wie vor der Reformation waren zumeist wichtige, reiche Familien und Einzelpersonen die Auftraggeber kirchlicher Kunst. Sie stifteten vor allem Epitaphien, Bildtafeln, die an Verstorbene erinnern. Die Cranachwerkstatt war Vorreiter für Epitaphien mit neuartigen, reformatorischen Bildprogrammen. Über die vielen Lehrlinge und Gesellen, die über die Jahre in Wittenberg ausgebildet wurden, verbreiteten sich diese Bildprogramme in ganz Europa. Auch Veit Thiem war ein Schüler Cranachs. Die Epitaphien, die er für den Eislebener Kronenfriedhof schuf, gehören zu dem erst ansatzweise gehobenen Schatz reformatorischer Kunst Europas.