München und der Blaue Reiter (Künstlervereinigung 1911-1914)
moriundmori - Künstlerporträts und Kunstgeschichte
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München und der Blaue Reiter (Künstlervereinigung 1911-1914)
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"München und der Blaue Reiter"
Reihe Schauplatz der Kunst, ZDF 1994, Film von Friedrich Müller.
Aufnahme: ZDF-Kultur 12.12.2011.
Das Lenbachhaus besitzt die weltweit größte Sammlung zur Kunst des Blauen Reiter, einer der bedeutendsten Künstler*innengruppen der europäischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dies verdankt das Museum in erster Linie der großzügigen Stiftung von Gabriele Münter, Malerin und Lebensgefährtin von Wassily Kandinsky bis 1914, die dem Lenbachhaus 1957 über 1.000 Werke des Blauen Reiter zum Geschenk machte.
Der Kreis des Blauen Reiter entwickelte sich aus einer international besetzten Vorgänger*innengruppierung, der Neuen Künstlervereinigung München, die sich Anfang 1909 gegründet hatte. Weltweit schlossen sich damals Künstler*innen in immer neuen Kolonien und Gruppen zu gemeinsamen Zielen zusammen. Die Künstler*innen des Blauen Reiter wurden berühmt für eine strahlend farbige, expressive Malerei mit teils abstrahierender, teils figürlicher Formensprache, die aus einer "inneren Notwendigkeit" entstand und den Glauben an eine "geistige Dimension" voraussetzte. In die Geschichte der Moderne eingegangen sind die legendären Ausstellungen des Blauen Reiter 1911/12 und der gleichnamige Almanach, ein Kompendium eines internationalen, erweiterten Kunstbegriffs. (Informationen von der Seite des Lenbachhauses)
Der Blaue Reiter ist eine Bezeichnung von Wassily Kandinsky und Franz Marc für ihre Ausstellungs- und Publikationstätigkeit, bei der beide Künstler in dem erstmals Mitte Mai 1912 herausgegebenen gleichnamigen Almanach als alleinige Herausgeber fungierten. Das Redaktionsteam organisierte in den Jahren 1911 und 1912 zwei Ausstellungen in München, um seine kunsttheoretischen Vorstellungen anhand der ausgestellten Kunstwerke zu belegen. Es folgten Wanderausstellungen in deutschen und anderen europäischen Städten. Der Blaue Reiter löste sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 auf.
Die im Umfeld des Blauen Reiters tätigen Künstler waren wichtige Wegbereiter der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts; sie bildeten ein lockeres Beziehungsnetz, aber keine Künstlergruppe im engeren Sinne wie die Brücke in Dresden. Das Werk der angeschlossenen Künstler wird dem deutschen Expressionismus zugeordnet. (Wikipedia)