"No Start" Triebwerke zünden nicht beim ersten Startversuch RTH Christoph 31
RTH Berlin
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Da die H135 über ein modernes, digitales Triebwerksregelsystem (FADEC – Full Authority Digital Engine Control) verfügt, bricht das System den Startvorgang bei Unregelmäßigkeiten meist automatisch ab (Auto-Abort).
Hier sind die häufigsten technischen Ursachen, unterteilt nach Baugruppen:
1. Kraftstoffversorgung (Fuel System)
• Kraftstoffventile geschlossen: Die Brandhähne (Fire Valves) oder die elektrischen Kraftstoffventile (Prime Valves / Fuel Shut-off Valves) haben nicht geöffnet.
• Luft im Kraftstoffsystem: Wenn nach Wartungsarbeiten das System nicht korrekt entlüftet wurde, erreicht kein zündfähiges Gemisch die Brennkammer.
• Ausfall der Kraftstoffpumpen: Die elektrischen Kraftstoffpumpen (Prime Pumps) liefern nicht genügend Druck für den Systemstart.
2. Zündsystem (Ignition System)
• Defekt der Zündbox oder Zündkerzen: Die Igniter Plugs (Zündkerzen) liefern keinen Funken, um das eingespritzte Kraftstoff-Luft-Gemisch zu entzünden.
• Fehlende Stromversorgung: Ein Problem im elektrischen Bussystem oder eine zu schwache Batterie sorgt dafür, dass die Zündbrennkammer nicht mit der nötigen Spannung versorgt wird.
3. Triebwerkssteuerung & Sensorik (FADEC / Avionik)
• FADEC-Fehler: Wenn die Triebwerkssteuerung unplausible Werte von den Triebwerkssensoren erhält (z. B. falsche Außentemperatur, falsche Werte der Rotordrehzahl oder der Gasgenerator-Drehzahl N₁), verweigert sie die Kraftstofffreigabe.
• Fehlstellung der Twist Grips (Drehgriffe): Stehen die Drehgriffe am kollektiven Verstellhebel (Collective) nicht exakt in der vorgeschriebenen "IDLE"- oder "FLIGHT"-Rastung (je nach Triebwerkstyp Pratt & Whitney oder Safran/Arrius), blockiert das System die Zündung.