CHEFKET & CHILLY GONZALES - DAS MINIMUM (OFFICIAL VIDEO)
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Danke an das Michelberger Hotel für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und AACAYIP Tiyatro für die schauspielerische Leistung!
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Vor fast einem Jahr forderte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer öffentlich die Absage von Chefkets geplantem Auftritt bei einer Böhmermann-Ausstellung – er nannte den Termin eine „Provokation“. Chefket äußerte sich monatelang nicht dazu: „lange geschwiegen denn leid ist kein Marketing / Schmerz ist kein
Content“. Jetzt antwortet er: mit 100 Bars.
„Rapper starten Beef doch ich hab Beef mit dem Staat / Nazi Politiker nennen mich Antisemit was ne Farce? / Jüdisches Leben wird instrumentalisiert ohne Scham / 6 Millionen Juden drehen sich schon
wieder im Grab“
Gemeinsam mit Chilly Gonzales veröffentlicht Chefket seine neue Single „Minimum“ – 100 Bars am Stück, ohne Refrain.
„Menschlichkeit, Differenzierung, das Anerkennen von Leid und die Bereitschaft, auch unbequeme Fragen zu stellen, dass sollte keine radikale Position sein“, sagt Chefket. „Das sollte das Minimum sein.“
Chefket war nach Köln gefahren, um Gonzales für ein kurzes Piano-Intro anzufragen. Gonzales schlug einen gemeinsamen Song vor. In seiner Küche kamen sie auf den vergangenen Herbst zu sprechen, danach schrieb Chefket rund 500 Bars. Übrig blieben 100.
Auch Gonzales erinnert sich an das Treffen: „Wir haben uns getroffen, um über gemeinsame Musik zu reden, und kamen schnell auf das Thema zu sprechen. Ich war beeindruckt, dass er nicht wollte, dass diese eine Geschichte seine Musik definiert. Ich sagte ihm: Der beste Weg, das zu beantworten, ist Musik."
„Mitgefühl mit palästinensischen Zivilisten bedeutet für mich nicht, jüdisches Leid zu relativieren“, sagt Chefket. „Genauso wenig sollte die Anerkennung jüdischen Leids bedeuten, palästinensisches Leid
auszublenden.“
Zum Hintergrund: Chefket sollte am 7. Oktober 2025 im Rahmen der Ausstellung „Die Möglichkeit der Unvernunft“ von Jan Böhmermann im Haus der Kulturen der Welt auftreten. Ein Instagram-Foto, auf dem er ein Trikot mit einer Palästina-Landkarte trug, hatte die Debatte ausgelöst; Weimer forderte in einem Brief an die HKW-Leitung die Absage. Böhmermann und das HKW sagten Chefkets Auftritt daraufhin ab. Aus Solidarität zogen sich anschließend auch Blumengarten, Domiziana und Wa22ermann von ihren eigenen, für
andere Tage der Ausstellung geplanten Auftritten zurück.
Das Musikvideo, gedreht in Berlin und Köln, das die Haltung des Songs in Bilder übersetzt und Menschen aus unterschiedlicher Herkünften und Religionen an einen Tisch setzt.
„Der Konflikt ist der Anlass", sagt Chefket. „Aber der Song handelt von etwas Größerem."