Sie lachten über ihn, weil er Opas Klempnerei behielt – an Heiligabend lachte keiner mehr
lbascom99 и LudwigFinanzen
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Sie lachten über ihn, weil er Opas Klempnerei behielt – an Heiligabend lachte keiner mehr
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Als Heinrich Lindner stirbt, geht sein Betrieb ausgerechnet an Enkel Paul: eine Klempnerei in der Gerberstraße mit einem alten blauen Bus, drei Angestellten und knapp 180.000 € Schulden. Onkel Bernd lacht laut los, die Familie rät einstimmig zum Ausschlagen, und der Schrotthändler hat schon einen Termin. Paul ist 24, Schadenregulierer bei einer Versicherung und hat keinen Meisterbrief.
Doch in der untersten Schublade liegt Opas Notizbuch mit vier Zeilen auf dem Deckel, und Paul erkennt, woran der Betrieb wirklich scheitert. Mit Meister Günther Wolf und Hanne aus dem Büro baut er alles neu auf, übernimmt Firmen von Inhabern ohne Nachfolger, verliert durch einen Dachdeckerbetrieb mit Altlasten mehr als zwei Millionen Euro und lehnt 40 Mio. € von einem übermächtigen Konkurrenten ab.
Dreizehn Jahre lang bleibt er für die Familie der Junge, der sein Leben an Opas Klempnerladen verschwendet hat. Bis an Heiligabend, zwischen Gans und Stollen, wieder über den alten Bus gespottet wird. Eine Geschichte darüber, dass langweilig nicht dasselbe ist wie wertlos.