Bad Salzuflen-Lockhausen (D-LIP) - Die Glocken der ev. Christuskirche
Luca Gans
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Bad Salzuflen-Lockhausen (D-LIP) - Die Glocken der ev. Christuskirche
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Luca Gans
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Die Christuskirche im Bad Salzuflener Ortsteil Lockhausen, nur einige Autominuten nordöstlich von Bielefeld, wurde 1964 bis 1965 erbaut. Sie ist die einzige evangelische Kirche der sonst größtenteils ev.-ref. lippischen Landeskirche, die von lutherischen, als auch von reformierten Gläubigen gleichermaßen genutzt wird. Das Kirchenschiff ist ein an ein Zelt angelehnter Bau, in dessen Innern besonders das Betonrelief heraussticht, welches die Kreuzigungsszene zeigt. Vor kurzem wurde das Dach, sowie die Orgel renoviert. Im Kirchenschiff befindet sich eine kleine Glocke von 1482, was bei dem jungen Alter der Kirche durchaus verwundert, zumal es sich hier um eine der älteren Glocken der Region handelt. Sie stammt ursprünglich aus einer Kapelle in Lieme bei Lemgo. Diese Kapelle wurde im Laufe der Zeit ausgebaut, an ihrer Stelle befindet sich heute die Kirche der ref. Kirchengemeinde Lieme. Sie erhielt 1922 eine neue Stahlglocke des Bochumer Vereins, erklingend im Ton g'. Für das neu geformte Geläut wurde auch ein neuer Turm, sowie einige Zeit später auch das Kirchenschiff neu errichtet. Durch den daraus resultierenden Geldmangel wurden einige Ausstattungsstücke verkauft, darunter auch die Glocke von 1482. Ab 1926 läutete sie mit einer b'-Glocke von 1851 aus Leopoldshöhe, keine 10 km südlich von Lockhausen, im neu gebauten Gemeindehaus Lockhausen. Dieses Duett läutete bis 1975, die Leopoldshöher Glocke befindet sich heute in der Nikolaikirche zu Oldenburg-Eversten.
Für die neu zu errichtende Kirche goss Friedrich Wilhelm Schilling 1964 ein vierstimmiges Geläut in der besonderen und seltenen Disposition f'-g'-a'-h'. Da der Kirchturm vor der Kirche gebaut wurde, konnte das Erstläuten am 3. Advent, dem 13. Dezember 1964, gleichzeitig die Grundsteinlegung des Kirchenschiffs einläuten.
Glocke 1: f', 1964, Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg
1042 kg, 1153 mm
Glocke 2: g', 1964, Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg
707 kg, 1023 mm
Glocke 3: a', 1964, Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg
504 kg, 914 mm
Glocke 4: h', 1964, Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg
345 kg, 804 mm
Gewichte nach Quelle 2.
Ablauf:
00:00 - Bilder der Kirche & Stundenschlag
01:13 - Glocke 4
02:40 - Glocke 3
04:00 - Glocke 2
05:50 - Glocke 1
07:50 - Vollgeläut
12:00 - Vollgeläut von außen
13:00 - Vollgeläut
Ich möchte mich ganz herzlich bei Frau Schlitzberger für die freundliche Genehmigung und Ermöglichung dieser Aufnahme bedanken!
Quellen:
1: Auszug aus dem Gemeindebrief "Der Lockhauser" von März/April 1992, zur Geschichte der Glocken
2: Dieter Schmidt: Friedrich Wilhelm Schilling, Leben und Werk
3: S. Schritt: Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation Bochum (BVG) 1851-1970, Vorläufiges Gesamtverzeichnis für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland, mit fortlaufender Ergänzung
Aufnahme:
Samstag, den 7. Mai 2022 (Sonderläuten)