Lokonga über HSV-Zukunft, Kompany und seinen harten Weg nach oben | Behind the kicker
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Lokonga über HSV-Zukunft, Kompany und seinen harten Weg nach oben | Behind the kicker
Die erste Bundesliga-Saison seit acht Jahren hat der Hamburger SV ohne Abstiegssorgen gemeistert. Einer der Leistungsträger im Team ist Albert Sambi Lokonga, den sich die Hanseaten vom großen FC Arsenal geangelt haben. Im exklusiven Interview bei "Behind the kicker" spricht der Belgier über seinen alles andere als einfachen Werdegang, seine berühmten Ex-Trainer Vincent Kompany und Mikel Arteta, sowie über seine ambitionierten Ziele mit dem HSV.
Vor allem dank der Leihgabe Luka Vuskovic spielt Hamburg eine ziemlich sorgenfreie Saison. Auch wenn nicht alle Pläne aufgehen, erlebt die Liga einen neuen HSV. Daran hat auch Merlin Polzin seinen Anteil.
Die Wiedersehensparty nach über sieben Jahren soll einen besonderen Rahmen haben und bedeutet den ersten Aufprall. Einen, nach dem Fußball-Deutschland fast sicher scheint, dass der HSV direkt wieder da aufschlägt, wo er gerade erst nach vielen gescheiterten Anläufen hergekommen ist: in der 2. Liga.
Das 0:2 gegen St. Pauli, die Heim-Premiere, mutet an wie die Zementierung einer Wachablösung in Hamburg. Tatsächlich verändert der Aufsteiger in den letzten Tagen des Transferfensters seinen Kader noch entscheidend. Und wird nicht nur die Nummer eins in der Hansestadt und im Norden, sondern bleibt - letztlich sogar souverän - im Oberhaus.
Luka Vuskovic ist in den Stunden vor dem Stadtderby erst wenige Stunden verpflichtet, sitzt nach einem leichten Anschwitzen mit den neuen Kollegen nur auf der Bank. Als der HSV am 10. Mai 2026, also exakt ein Jahr nach dem Aufstieg, sein letztes Heimspiel 3:2 gegen Freiburg gewinnt, verneigt sich der Volkspark vor dem Kroaten, als Merlin Polzin ihn auswechselt. Vuskovic kommt als 18-jähriger, kleiner Bruder des wegen Dopings gesperrten Mario auf Leihbasis von Tottenham und steigt zum Symbol für den Umschwung auf. Neben dem neuen Abwehrchef machen auch die mit ihm auf den letzten Drücker verpflichteten Mittelfeldspieler Albert Sambi Lokonga und Fabio Vieira den HSV signifikant besser, der Junior-Boss aber stellt alle in den Schatten.
Vuskovic nimmt die Rolle als zentraler Mann einer Dreierkette an und funktioniert (fast) vom ersten Moment an. Sein Debüt findet ausgerechnet beim FC Bayern statt, wo der HSV schon vor dem Abstieg regelmäßig empfindliche Klatschen kassiert hat. Mit Vuskovic gibt es ein 0:5. Mit 0:7 Toren und einem Pünktchen steht der Neuling nach drei Partien schon gehörig unter Druck, als am 4. Spieltag Heidenheim gastiert.
Der Ausgang ist drehbuchreif und gleichzeitig der rote Faden für den weiteren Verlauf der Geschichte: Vuskovic erzielt das erste Bundesliga-Tor des HSV nach über sieben Jahren. Und er ist auch immer dann zur Stelle, wenn es entscheidend wird. Er trifft im brisanten Nord-Derby gegen Bremen (3:2), ebenso beim 2:2 gegen Bayern. Und er ist rechtzeitig zurück, als die Hanseaten ohne ihn kurzzeitig ins Straucheln geraten.
Der Ausgang ist drehbuchreif und gleichzeitig der rote Faden für den weiteren Verlauf der Geschichte: Vuskovic erzielt das erste Bundesliga-Tor des HSV nach über sieben Jahren. Und er ist auch immer dann zur Stelle, wenn es entscheidend wird. Er trifft im brisanten Nord-Derby gegen Bremen (3:2), ebenso beim 2:2 gegen Bayern. Und er ist rechtzeitig zurück, als die Hanseaten ohne ihn kurzzeitig ins Straucheln geraten.
Der Anteil des Trainers an einer stabilen Premieren-Saison ist ebenfalls enorm. Polzin hat nach dem Aufstieg gemeinsam mit seinem Trainerteam den Aufstiegskader konsequent umgebaut und genauso stringent den Spielstil verändert. Sieben Jahre hat sich der HSV in der 2. Liga als gefühlter Dauer-Favorit vor allem über Ballbesitzfußball definiert, nach der langen Absenz hat der gebürtige Hamburger richtig erkannt: Der einstige Dino kommt nicht als der große HSV zurück, sondern als sportlich normaler Aufsteiger.
Schon vor dem spektakulären Dreierpack im Sommer-Transferfenster sind wichtige Verpflichtungen für mehr Intensität gelungen: Nicolai Remberg, im Vorjahr mit Kiel abgestiegen, schlägt im Mittelfeldzentrum ebenso ein wie Nicolas Capaldo. Der Argentinier benötigt allerdings einen Anlauf und einen Umweg. Seinen Platz im Mittelfeld verliert er, als Fabio Vieira und Lokonga eintreffen, nach einer schweren Sprunggelenkverletzung von Innenverteidiger Warmed Omari aber rückt der Zugang von RB Salzburg in die Dreierkette und steigt in dieser Rolle zum Anführer und Energiespender auf.
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