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Wildeshausen - D - NDS - OL - ehem. luth. Stiftskirche St. Alexander: Voll & Einzel

Prianteltix

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Wildeshausen - D - NDS - OL - ehem. luth. Stiftskirche St. Alexander: Voll & Einzel

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Es ist das Geläut der luth. Kirche St. Alexander in Wildeshausen zu hören. Ablauf: 0:00 Führung 3:33 Einzelläuten der Katharinenglocke 5:34 Einelläuten der Eliphiusglocke 8:04 Einzelläuten der Marienglocke 11:14 Vollgeläut Marienglocke Ton: d'+5 Gießer und Gussjahr: Johannes Freese, 1494 Gewicht: ca. 1.200 kg Durchmesser: 1287 mm Inschrift: + candica . virginei . nato . dans . ubera . lactis (kM) exundans . tua . nos . gracia . virgo . iuvet . horrida . languentes . cum . mors . inaserit (R) oes (kM) qui . fabrice . fuerunt . presidio . alma . iuva (kM) 1494 (Schulter) Alexander-, Marien- und Eliphiusglocke Ton: f'+1 Gießer und Gussjahr: J. J. Radler/Hildesheim, 1909 Gewicht: ca. 1.100 kg Durchmesser: 1191 mm Inschrift: : + in (kM) matris + xpi (kM) dec' (kM) et (kM) reoris (kM) oliphi : sic (kM) plebisz (gM) paroni : fect (R) apegeter (kM) hoc (R) vas (kM) de (kM) osnabrugge (gM) ludolph (kM) egbt' fabcádá (kM) rext (kM) neve (kM) saceth (kM) 1494 (Schulter) Katharinenglocke Ton: d"+6 Gießer und Gussjahr: Gehrt Klinghe, 1448 Gewicht: ca. 275 kg Durchmesser: 754 mm Inschrift: katerina bin ick gheheten richardus boumeester heth mi datum anno dni m cccc xl viii (Schulter) Legende: kM = kleine Münze gM = große Münze R = Rosette Ein herzliches Dankeschön geht an die Kirchengemeinde und an Herrn Küster Jöllebeck für die Ermöglichung der Aufnahme! Ebenso geht ein herzliches Dankeschön an Frau Dittrich für die Begleitung und an Herrn Matthias Dichter für die Organisation. Die Ursprünge der Alexanderkirche von Wildeshausen sind heutzutage unbekannt. Ihren Namen hat die Kirche jedenfalls von den aus Rom nach Wildeshausen überführten Reliquien des Hl. Alexanders. Der Heutige Bau wurde von 1224 bis 1270 errichtet. Davor gab es zumindest eine Vorgängerkirche mit zwei Türmen, dessen Einsturz 1219 und 1224 berichtet wurde. Von dieser Kirche ist lediglich der Unterbau des heutigen Turmes erhalten geblieben. Das Refektorium wurde zwischen 900 und 1000 errichtet. Nachdem die Kirche im Dreißigjährigen Krieg beschädigt wurde, hat man die dem damaligen Zeitgeschmack entsprechend wiederhergestellt. Auch wurden die Seiten- und Querschiffe zu dieser Zeit angebaut. 1699 wurde die Kirche evangelisch. Von 1907 bis 1910 fand eine weitere Renovierung statt und die Kirche wurde dem Jugendstil angepasst. Im 2. Weltkrieg geriet der Turm durch eine Granate in Brand. Von 1951 bis 1970 fand eine weitere Renovierung statt und die Ausmalungen der vorherigen Renovierung wurden weiß übermalt. 2000 wurde die Kirche ein viertes Mal renoviert und die Ausmalungen wieder freigelegt. Der Hochaltar wurde zur Zeit der Renovierung von 1907 eingebaut. Der moderne Zwölf-Apostel-Altar war ein Teil der Erneuerung von 1951 bis 1970. Gleiches gilt für die auf den neuen Altar angepasste Kanzel. Das Triumphkreuz wurde um 1300 aus Eichenholz gefertigt. Die Vierpässe tragen Abbildungen von Mensch, Löwe, Stier und Adler (den Symbolen der Vier Evangelisten) dar. Aus dem 15. Jahrhundert stammen das Sakramentshaus, der Dreisitz und das Taufbecken. Sie alle sind dementsprechend dem gotischen Stil angepasst. Die Orgel wurde 1970 von dem Orgelbauer Detlef Kleuker gefertigt. Sie besitzt eine elektrischer Registertraktur mit 38 Registern. Aufgrund ihrer mäßigen Leistung soll das Instrument bald ersetzt werden. Die Turmuhr wurde von der Firma Korfhage & Söhne aus Osnabrück geliefert. Das einst vierstimmige Ensemble hatte die Kriege vergleichsweise gut überstanden. Die Eliphiusglocke wurde ursprünglich 1494 von Johannes Frese gegossen. 1835 ist die Glocke gesprungen. Erst 1909 wurde sie von Radler umgegossen. Die Glocke wurde 1917 für Rüstungszwecke abgegeben, entging jedoch den Schmelzöfen. Im 2. Weltkrieg durften alle Glocken im Turm verbleiben. Bei dem Turmbrand im 2. Weltkrieg viel die einst größte Glocke, welche ebenfalls Marineglocke hieß und 1448 von Gehrt Klinghe gegossen wurde den Flammen zu Opfer. Ihr Durchmesser betrug 1,47 m. Quellen: Matthias Dichter, Literatur und Website der Kirchengemeinde, Wikipedia Bilderquellen: Prianteltix, MyHeimat.de, GenWiki Musik: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend von Georg Böhm, gespielt von Wim van Beek Wildeshausen ist die Kreisstadt des niedersächsischen Landkreises Oldenburg und liegt zwischen Bremen und Osnabrück. Die Stadt zählt über 19.000 Einwohner.