Peterfeld – Geschichte eines deutschen Dorfes in Nordkasachstan
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Die Geschichte des Dorfes Peterfeld begann im Jahr 1908. Gegründet wurde es von deutschen Siedlern aus der Kolonie Riebensdorf, dem heutigen Dorf Rybnoje im Rajon Ostrogoschsk der Oblast Woronesch in der Russischen Föderation. Die Kolonie bestand bereits seit 1766. Einige Siedler machten sich aus eigener Kraft auf den Weg in die kasachische Steppe, andere trieben die Pferde dorthin. Kinder, Frauen und ältere Menschen reisten mit der 1905 fertiggestellten Sibirischen Eisenbahn.
In den 1930er-Jahren hob sich Peterfeld deutlich von den umliegenden Dörfern ab: Die Menschen dort waren vergleichsweise wohlhabend. Den Einwohnern war es nicht nur gestattet, auf den gemeinschaftlich bewirtschafteten Feldern zu arbeiten, sondern auch eine eigene Hauswirtschaft zu führen. Überschüssiges Fleisch, Milch und Gemüse brachten die Bauern zum Verkauf nach Petropawlowsk. Mit den Einnahmen kauften sie begehrte Waren aus der Stadt, die sonst nur schwer erhältlich waren. Während gewöhnliche sowjetische Kolchosbauern kaum über die Runden kamen, besaßen in Peterfeld selbst einfache Werktätige bereits eigene Autos.
Gedreht mit Unterstützung des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR).
Autorin des Films: Marina Angaldt
Historische Beratung: Tamara Wolkowa
Autor der Musikkomposition (KI): Andrei Tiessen
Für die Unterstützung bei den Dreharbeiten danken wir Robert Gerlitz, Galina Nufer, dem Verwaltungsapparat des Akims des ländlichen Bezirks Peterfeld im Rajon Kysylschar der Region Nordkasachstan sowie allen weiteren Mitwirkenden am Film.
Bei entsprechendem Interesse werden wir prüfen, ob und in welcher Form eine deutschsprachige Fassung realisiert werden kann.
Viel Spaß beim Ansehen des Videobeitrags!