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Dubai baute Milliardeninseln im Meer – jetzt zerfallen zwei seiner künstlichen Paradiese langsam

Amit Ghosh

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Dubai baute Milliardeninseln im Meer – jetzt zerfallen zwei seiner künstlichen Paradiese langsam

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Amit Ghosh
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Dubai wollte mit künstlichen Inseln etwas erschaffen, das zuvor unmöglich schien: riesige Luxuswelten mitten im Persischen Golf. Palm Jumeirah, Palm Jebel Ali und die Inselgruppe „The World“ entstanden zur gleichen Zeit, mit ähnlichen Baumethoden, finanziert vom gleichen gewaltigen Kapitalstrom. Doch als 2008 die Finanzkrise Dubai traf, entwickelte sich nur eines dieser drei Megaprojekte wirklich weiter. In diesem Video untersuchen wir, warum Palm Jumeirah heute zu den bekanntesten und teuersten Gegenden Dubais gehört, während Palm Jebel Ali jahrzehntelang nahezu stillstand und große Teile von „The World“ bis heute unbebaut im Meer liegen. Für die künstlichen Inseln wurden enorme Mengen Sand vom Meeresboden aufgeschüttet. Wüstensand eignet sich dafür kaum, weil seine Körner durch Wind zu glatt geschliffen sind. Stattdessen wurde Sand aus dem Persischen Golf verwendet und anschließend durch aufwendige Bodenverdichtung stabilisiert. Doch künstlich gewonnenes Land bleibt technisch anspruchsvoll. Seit Jahren wird über mögliche Absenkungen einzelner Bereiche diskutiert. Eine Satellitenuntersuchung sorgte für Schlagzeilen, während der Projektentwickler Nakheel die Schlussfolgerungen zurückwies. Auch Fachleute bewerten die tatsächliche Entwicklung unterschiedlich. Entscheidend für das Schicksal der Inseln war jedoch nicht allein die Technik, sondern vor allem das Geld. Als die Finanzierung 2008 zusammenbrach, wurden Baustellen gestoppt, Arbeiter abgezogen und zahlreiche Projekte eingefroren. Die finanzielle Unterstützung Abu Dhabis half Dubai später, seine wichtigsten Verpflichtungen zu stabilisieren. Palm Jumeirah blieb wirtschaftlich bedeutend, während andere Inselprojekte jahrelang kaum Fortschritte machten. Besonders umstritten wurde „The World“. In einem bekannten Rechtsstreit wurde behauptet, Teile der künstlichen Inselgruppe würden langsam wieder vom Meer abgetragen. Nakheel widersprach dieser Darstellung, und auch Untersuchungen im Auftrag staatlicher Stellen kamen zu anderen Einschätzungen. Wichtig ist deshalb die Unterscheidung: Palm Jumeirah fällt nicht auseinander und versinkt nicht im Meer. Die Insel ist bewohnt, äußerst wertvoll und seit rund zwei Jahrzehnten Teil Dubais. Sie funktioniert jedoch nur durch dauerhafte technische Pflege und regelmäßige Instandhaltung. Palm Jebel Ali wiederum wurde nach rund 15 Jahren Stillstand erneut in Angriff genommen. „The World“ bleibt dagegen bis heute ein außergewöhnliches Symbol dafür, was passiert, wenn ein gigantisches Bauprojekt physisch bereits existiert, aber seine wirtschaftliche Entwicklung plötzlich zum Stillstand kommt. Dubai hat Milliarden ausgegeben, um neues Land aus dem Meer zu erschaffen. Doch die Geschichte seiner künstlichen Inseln zeigt: Ein Megaprojekt endet nicht mit der Aufschüttung des letzten Sandkorns. Es beginnt dort erst. #Dubai #PalmJumeirah #KünstlicheInseln